Vom Sinn und Zweck der Errettung

Kommen Sie mit auf Entdeckungsreise

Ich weiss nicht wie lange Sie schon Christ sind. Eines ist sicher, mit der Zeit kommt eine Zufriedenheit, eine Routine und nicht zuletzt auch eine gewisse Bequemlichkeit ins Leben. Das Erlösungswerk Jesu hat uns nicht nur von etwas errettet, sondern auch zu etwas. Gottes Wille ist sicher nicht, dass wir es uns in der erlangten Sündenvergebung bequem machen. Kommen Sie mit mir zurück zum Kreuz, wo unser Leben mit Christus und in Christus angefangen hat. Entdecken Sie neu, was Jesus für Sie am Kreuz getan hat, und was Gott noch mit Ihnen vorhat!

Wovon wurden wir gerettet?

Der Apostel Paulus hatte eine grosse Offenbarung darüber und schreibt dies in einem Brief an die Gemeinde in Ephesus. Meine Ausführungen lehne ich an das Kapitel 2, die Verse 1 – 13. Die ersten drei Verse zeigen die Situation auf, in der wir waren als wir Jesus noch nicht als Herrn unseres Lebens aufgenommen haben:

Auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäss dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen. (V. 1 – 3)

So hat uns Gott gesehen und so sieht Er auch heute noch die Menschen, die die Erlösung noch nicht angenommen haben. Mit sehr eindrücklichen Worten schildert Paulus diese Situation. Vielleicht bekommen Sie auch einen gewissen Eindruck, wie Gott diesen Zustand sieht? Die Menschen in dieser Situation verdienten den Zorn Gottes. So auch wir, damals. Doch Gott ist ein Gott der Liebe. Spüren Sie den Konflikt, den Gott hatte: einerseits liebt Er die Menschen und andererseits provozieren die Sünden Seinen Zorn.

Gottes Liebe in Aktion

Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner grossen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr errettet! (V. 4 – 5)

Nicht der Zorn ist die treibende Kraft bei Gott. Der obige Vers spricht von reich an Erbarmen und grosser Liebe. Nirgends in der Bibel steht, dass Gott reich an Zorn ist. Gott ist ein Geber und Er hat viel Erbarmen und Liebe. Seine Natur ist es, viel Erbarmen und Liebe zu geben. Als wir gerettet wurden, waren nicht überzeugende Argumente und grosse Diskussionen ausschlaggebend. Es war Gottes Erbarmen und Liebe, die uns zu Ihm zogen. Er hatte uns geliebt, als wir noch in Sünden waren. Er hatte Seinen Sohn auf die Erde geschickt, hat unsere Sünden am Kreuz auf sich genommen und ist dort gestorben. Doch Gott hatte Seinen Sohn am dritten Tage auferweckt. Auch wir wurden mit Christus lebendig gemacht. Nun leben wir nicht mehr für uns selbst, sondern für Christus.

Wir haben gesehen, dass wir durch Jesu Tod von unseren Sünden und Vergehungen gerettet wurden. Durch Seinen Tod wurden wir von unserem geistlichen Tod errettet und lebendig gemacht. Wir haben die Versöhnung mit Gott erfahren dürfen.

Wofür wurden wir gerettet?

Nun, damit ist das Erlösungswerk Christi noch nicht beendet. Mit der Errettung hat Gott auch eine Absicht gehabt. Als Er Adam schuf, gab Er ihm die Vollmacht über die Erde zu herrschen. Durch den Sündenfall verlor Adam diese Autorität. Es dauerte sehr lange bis die Zeit reif war, um Jesus auf die Erde zu schicken. Was Adam verbockt hatte, dafür ist Jesus gekommen, um es wieder herzustellen. Jesus ist auf die Erde gekommen und hat die (Voll)-Macht zurückgeholt und sie den Menschen geben. Mit Jesu Auferstehung sind wir auch mitauferweckt und in himmlische Regionen versetzt worden:

„und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus. (V. 6 – 7)“

Unsere Position ist verändert

Viele Christen haben Angst vor dem Teufel, weil er in ihren Augen so mächtig ist. Der Teufel befindet sich aber nicht mehr im Himmel. In Christus Jesus sind wir aber in himmlische Regionen versetzt. Im Geist nehmen wir eine Position im Himmel ein. Wo befindet sich der Teufel? Wir müssen nicht auf ihn hinaufschauen, denn er steht nicht über uns. Er befindet sich im zweiten Himmel. Wir können auf ihn herabschauen und können somit auch Autorität über den Teufel ausüben. Jesus kam, um die Werke des Teufels zu zerstören (1. Joh. 3, 8). Auch heute noch baut der Teufel fleissig Dinge auf. Jesus hat uns die Autorität gegeben, um diese Werke niederzureissen und nicht nur das, sondern sie auch zu zerstören. An einer anderen Stelle der Bibel hat Jesus auch über den Teufel geredet und als Schlussfolgerung gesagt:

„ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben. (Joh. 10, 10)

Kein Anlass für Stolz

Diesen Überfluss können wir empfangen und auch davon den Menschen weitergeben. Dadurch bauen wir auch Sein Königreich.
Auch wenn wir uns dieser Stellung der Autorität bewusst sind, darf es kein Anlass zu Stolz sein. Darum ermahnt uns der Apostel Paulus auch:

„Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. (Eph. 2, 8 – 9)“

Die Gnade Gottes hat uns errettet und nicht irgendwelche guten Taten. Es ist Gottes übergrosses Geschenk an uns. Das soll uns bewusst machen, dass wir in echter Demut vor Gott wandeln und von Ihm abhängig sein sollen. Wir handeln in Seinem Auftrag. Obwohl wir nicht durch gute Werke gerettet wurden, wurden wir errettet, um gute Werke zu vollbringen:

„Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. (V. 10)“

Was sind gute Werke?

Damit sind wir nicht aufgefordert, menschlich gute Taten zu vollbringen, wie z.B. eine Spende an eine wohltätige Organisation, eine Hilfeleistung, bei der man gut dasteht usw. In jedem guten Werk geht es darum, dass wir den Willen Gottes tun. Auch Jesus hat Gutes getan:

„wie Gott diesen Jesus von Nazareth gesalbt hat mit dem heiligen Geist und Kraft; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm. (Apg. 10, 38)“

Eine englische Übersetzung sagt, dass Jesus umherzog und Gutes tat. Am Anfang seines Wirkens hat Jesus dies auch definiert:

„Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, den Armen frohe Botschaft zu verkünden, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu predigen und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen; zu predigen das angenehme Jahr des Herrn. (Lk. 4, 18 – 19)“

Wir sollten nicht versuchen, krampfhaft diese Dinge zu tun. Wie im Epheserbrief steht, hat Gott die guten Werke bereits vorbereitet, damit wir in ihnen wandeln (und nicht krampfen) sollen.

Überwältigt von Gottes grosser Gnade

Zum Schluss zeigt uns Paulus nochmals auf, wo und wer wir waren und wo wir heute stehen:

„Darum gedenkt daran, dass ihr, die ihr einst Heiden im Fleisch wart und Unbeschnittene genannt wurdet von der sogenannten Beschneidung, die am Fleisch mit der Hand geschieht – dass ihr in jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheissung; ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Nun aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe gebracht worden durch das Blut des Christus. (V. 11 – 13)“

Diese Verse aus dem zweiten Kapitel des Epheserbriefes sollten uns Mut machen, unseren Werdegang mit Gott zu überdenken und uns erneut überwältigen lassen, von Gottes grosser Gnade und Barmherzigkeit. Zugleich soll es auch ein Ansporn sein, anderen Menschen von Gottes Angebot der Gnade und Barmherzigkeit zu erzählen.

Teilen Sie den Inhalt mit anderen

Von der wahren Demut

Von der falschen Demut

Eine der wichtigsten Tugenden im christlichen Glauben ist  unbestritten die Demut. Demut wird aber oft falsch verstanden. Daraus entstehen sonderbare Verhaltensmuster, die die Mitmenschen dazu veranlassen einen weiten Bogen um die Person zu machen, weil sie damit nichts zutun haben wollen. Demut hat nichts mit Selbstverachtung zu tun, sondern soll ein Lebensstil sein, den die Mitmenschen bewundern.

Demut kann negativer Stolz sein

Es gibt Christen, die es als sehr fromm ansehen, wenn sie demütig sind in dem sie sagen, dass sie nichts können und nichts sind. Bei Auswüchsen kann es sogar zu Selbstverachtung kommen. Dies hat aber nichts mit Demut zu tun wie Gott es sieht, sondern ist ein negativer Stolz, denn es geht um MICH. ICH kann nichts und ICH bin nichts. Klar stimmt es, dass die Bibel uns sagt, was wir in Christus sind und was wir in Ihm machen können. Trotzdem hat Gott uns eine Würde gegeben, die wir auch behalten sollen. Schliesslich sind wir Botschafter an Christi Statt und repräsentieren Gott und Sein Reich auf dieser Erde. Darum ist es wichtig zu verstehen, was Demut wirklich ist.

Gott verlangt Demut

Als erstes müssen wir wissen, dass Gott es verlangt:

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott (Mi 6, 8).

Das ist die Bedingung Gottes, dass wir demütig sind vor Ihm. Nirgends in der Bibel steht, dass wir demütig sein sollen vor Menschen. Lass mich das erklären: die Bedeutung von Demut nach dem hebräischen Wort anav hat verschiedene Bedeutungen. Z. B. sich selbst erniedrigen, sich züchtigen, hart umgehen mit sich selber, sich selbst demütigen, sich unterwerfen im Sinne von sich unterstellen, schwächen. Ich möchte auf einen Punkt eingehen, und zwar auf sich unterwerfen / unterstellen. Wenn wir uns vor Gott demütigen, dann unterstellen wir uns Ihm. Das ist was Gott will. Er will, dass wir uns Ihm, seiner Herrschaft und seinem Willen unterstellen. Ganz wichtig finde ich, dass wir so über uns denken wie Gott über uns denkt. Ich glaube, dass da die grosse Stärke der Demut liegt. Dass wir das Ebenbild Gottes werden, d.h. das Ebenbild werden was Gott über uns denkt. Es gibt einige Christen, die in diesem Bereich falsch liegen, weil sie zu wenig gut oder aber zu gut über sich denken. Doch es ist wichtig, dass wir die Gedanken über uns haben, die Gott über uns hat. Dass wir uns sehen wie Gott uns sieht oder wie Gott uns berufen hat. Gott hat jedem einen Ruf gegeben und dieser Ruf muss bei uns in Fleisch und Blut übergehen. Er muss ein Teil von uns werden. Wir sollen das denken was unser Ruf oder Aufgabe Gottes in unserem Leben ist.

Was meint Paulus dazu?

Paulus schreibt in Römer 12, 3:

Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben worden, jedem, der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern so zu denken, dass er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Mass des Glaubens zugeteilt hat.

Viele nehmen diese Bibelstelle und sagen, dass man demütig vor andern sein soll. Falsch, hier geht es darum nicht besser oder schlechter über sich zu denken, sondern wie es angebracht ist. Nicht zu viel oder zu wenig. In Kolosser 3, 12-17 steht: So ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und vertrage einer den andern und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar! Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Liedern und singt dem HERRN in eurem Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des HERRN Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. In Vers 12 ermutigt uns Paulus die Demut anzuziehen. Demut zu haben ist eine Willensentscheidung. In den darauffolgenden Versen sehen wir, wie sich Demut auswirkt: wir vergeben einander, wir haben Liebe und diese Liebe ist wie ein Band der Vollkommenheit um uns gewickelt und Gottes Friede regiert uns. Auch wenn das Wort Christi reichlich unter uns wohnt ist dies eine Folge von Demut. Die höchstmögliche Form von Demut ist, wenn wir alles in Worten und Werken im Namen des Herrn Jesu tun.

Vorbilder wahrer Demut

Wie schon gesagt ist Demut wichtig und wir finden sie immer wieder in der Bibel, manchmal nicht ganz offensichtlich benannt, doch können wir sehen, wie Menschen sich demütigen indem sie sich Gott unterstellen. Neben Jesus ist für mich das grösste Vorbild von Demut David. Unser erstes Beispiel steht in 2. Samuel 5, 19 wo David in einer schwierigen Situation steckt:

Und David befragte Jahwe und sprach: Soll ich wider die Philister hinaufziehen? Wirst du sie in meine Hand geben? Und Jahwe sprach zu David: Ziehe hinauf, denn ich werde die Philister gewisslich in deine Hand geben.

So sehen wir an verschiedenen Stellen, dass David in einer schwierigen oder gar aussichts- losen Situation war und er hat es nicht unterlassen, Gott zu fragen. Nein, es war sogar sein Bedürfnis, Gott zu fragen. Wie würden wir reagieren, wenn wir in einer verzweifelten Situation wären? Woher würden wir Hilfe holen? Bei David sehen wir den Ansatz von ganz praktischer Demut. Im Philipperbrief steht, dass Gott uns all unseren Nöten begegnen wird nach seiner Herrlichkeit in Christus Jesus. Wenn wir diese Bibelstelle nicht nur lesen und zitieren, sondern im alltäglichen Leben in Anspruch nehmen, bedeutet es, dass wir demütig sind. Nicht wir führen die Lösungen krampfhaft herbei, sondern wir fragen Gott. Weil er all unseren Nöten begegnet, können wir mit all unseren Nöten zu Ihm gehen. Wieviele Nöte sind alle Nöte? ALLE. Was immer deine Nöte sind egal in welchen Bereichen, Gott möchte deinen Nöten begegnen. Du musst einsehen, dass nur Gott dir helfen kann. Andere Beispiele von David sehen wir in 2. Samuel 5, 23, 2. Samuel 21, 1 und 1. Chronik 14, 10 und 14.

Demut ist nicht Selbstzweck

Gott verlangt von uns nicht nur, dass wir demütig sind als Selbstzweck, sondern Er hat uns auch Verheissungen gegeben. Demut ist eine Voraussetzung für Segnungen in unserem Leben. Z. B. in Sprüche 15, 33 und 18, 12 steht beide Male geschrieben, dass der Ehre Demut voraus geht. In Sprüche 22, 4: Die Folge der Demut, der Furcht Jahwes, ist Reichtum und Ehre und Leben. Wenn wir von Gott Reichtum, Ehre und Leben erhalten, dann haben wir das einzig Wahre (the real thing) bekommen. Wenn Gott uns dies schenkt, dann dürfen wir es schätzen, annehmen und geniessen.

Demut muss man suchen

In Zephanja 2, 3 werden wir aufgefordert, die Demut zu suchen:

Suchet Jahwe, alle ihr Sanftmütigen des Landes, die ihr sein Recht gewirkt habt; suchet Gerechtigkeit, suchet Demut; vielleicht werdet ihr geborgen am Tage des Zornes Jahwes.

Wenn wir sie suchen müssen, bedeutet dies, dass sie verschwinden oder verlorengehen kann. Plötzlich kann man anfangen mit: ICH bin ein guter Christ, ICH bin demütig! Das stimmt dann eigentlich gar nicht mehr. Man meint man sei gut drauf, aber es hat sich Stolz eingeschlichen. Darum steht die Aufforderung, die Demut zu suchen.

Wie weiter?

Ich möchte euch ermutigen, noch mehr in dieses Thema hineinzugehen und wirklich zu verstehen, was Demut wirklich ist, was sagt die Bibel über Demut, holt die Konkordanz hervor und schlagt die vielen Stellen über Demut nach und lasst euch von Gott beschenken mit dem was Er euch sagen will. Wendet dies in eurem Leben an und ihr werdet ein gesegnetes Leben haben, denn Gott widersteht dem Hoffärtigen, dem Demütigen gibt er Gnade. Jeder möchte von Gott beschenkt werden. Gott soll uns erhöhen und nicht Menschen. Wenn Gott uns ehrt hat dies Bestand. Wenn Menschen uns ehren, wissen wir nicht welche Motivation dahintersteht, sie kann gut sein, doch die Menschen können uns fallen lassen. Dann ist der Fall gross. Wenn Gott uns Gnade gibt und uns erhöht, dann hat dies Bestand. Es darf eine Ehre für uns sein, wenn Gott uns erhöht. Dadurch können wir in dieser Welt ein Zeugnis sein für Ihn. Demut ist kein Selbstzweck, sondern ein Weg wie wir an dem Ort, an dem wir sind, Gottes Reich bauen können. Der Herr segne dich dabei.

Teilen Sie den Inhalt mit anderen

Das Sündenproblem der Menschen ist gelöst!

In einem anderen Post habe ich über die Gute Nachricht geschrieben. Ich möchte dort weitermachen, weil es noch so viel zu schreiben gibt. In der Vergangenheit und zum Teil auch heute noch machen Christen bei der Verkündigung des Evangeliums grundlegende Fehler. Sie ziehen mit den grössten Horrorgeschichten über das Gericht Gottes und die Hölle über unsere Zeitgenossen her. Ein Fahrlehrer macht seinem Fahrschüler das Autofahren auch nicht attraktiv, indem er von Bussen, Fahrausweisentzug oder sogar Gefängnisstrafe erzählt oder gar damit droht. Nein, er zeigt dem Schüler alles, was es braucht um den Fahrausweis zu erlangen. Was der Schüler dann damit macht ist eine andere Sache. Es liegt in seiner Verantwortung, ob es zu irgendeiner Strafe kommt.

Kein Mensch soll in die Hölle

Gott ist überhaupt nicht daran interessiert, auch nur einen einzigen Menschen in die Hölle zu schicken. Vielleicht ist Ihnen bekannt, dass wir im Gnadenzeitalter leben. Nicht nur wir Christen können davon profitieren, sondern die Welt auch.

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe (Joh. 3, 16).

Wie wir aus diesem Vers sehen, erstreckt sich die Liebe Gottes nicht nur auf die Christen, sondern auf die ganze Welt. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, ewiges Leben zu haben. Gottes Motivation ist Liebe und nicht Gericht. Wie war es bei Ihnen als Sie eine Beziehung zu Jesus anfingen. Was hat Sie dazu getrieben? Bei mir war es eindeutig die Liebe.

Die Sünden sind getilgt

Viele Christen sehen in einem Nichtchristen den grossen Sünder, der raucht, säuft, lügt, tötet, Ehebruch begeht und was es sonst noch für grosse Sünden gibt. Diese Christen halten ihm bewusst oder unbewusst diese Sünden vor. Kolosser 2, 14 sagt uns aber, dass das ganze Sündenregister oder wie es hier heisst die entgegenstehende Handschrift ans Kreuz genagelt wurde.

Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet. (Kol 2, 14)

Für wen hat es Gültigkeit?

Gilt das nur für mich oder für Sie, weil Sie Christ sind? Jesus ging für die Schulden jedes Menschen ans Kreuz, ob vor seiner Zeit, zu seiner Zeit oder in der Zukunft. Trotzdem gibt es die Allversöhnung nicht. Die Bibel redet von einer Strafe:

Und wenn derselbe (= der Tröster, der Heilige Geist) kommt, wird er die Welt strafen um die Sünde und um die Gerechtigkeit und um das Gericht: um die Sünde, dass sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht sehet; um das Gericht, dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist. (Joh. 16, 8 – 11)

Nur eine Sünde steht zwischen Gott und den Menschen

Ist Ihnen aufgefallen, dass die Sünde in der Einzahl steht. Nicht viele einzelne Sünden stehen zwischen dem Sünder und Gott, sondern eine einzelne, nämlich, dass er nicht an Jesus glaubt.

Wie bringen wir einen Menschen zum Glauben?

Denn es sagt die Schrift: Ein jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden. Denn es ist kein Unterschied des Juden und des Griechen; denn es ist eben der Herr aller, der reich ist gegen alle, die ihn anrufen. Denn ein jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird selig (gerettet) werden. Wie werden sie nun anrufen, an den sie nicht gläubig geworden sind? Wie werden sie aber gläubig werden, den sie nicht gehört haben? Wie werden sie aber hören ohne Prediger? Wie werden sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt werden? Wie geschrieben steht: Wie lieblich sind die Füsse derer, die Botschaft bringen vom Frieden, die Botschaft bringen von dem Guten. Aber sie haben nicht alle dem Evangelium Gehorsam geleistet. Denn Jesaja spricht: Herr, wer hat unserer Rede geglaubt? Also ist der Glaube aus der Rede, die Rede aber durch das Wort Gottes. (Römer 10, 11- 17)

Glaube aus dem Hören

Es ist eigentlich nicht unsere Aufgabe, jemanden zum Glauben zu bringen. Manche Bekehrung ist mit viel Manipulation zustande gekommen. Die Stelle im Römerbrief sagt uns, dass wir das Wort Gottes predigen sollen. Durch das Hören des Wortes Gottes bekommt nicht nur ein Christ Glauben, sondern jeder andere Mensch auch. Wenn diese Person bereit ist, an Jesus zu glauben, dann können wir ihr Hilfestellung bieten, indem wir ein Übergabegebet vorsprechen usw.

Was hat das für Konsequenzen?

Was können wir aus dem Gelesenen lernen? Das Problem mit der Sünde ist bereits von Gott gelöst. Alles was nötig war, hat Er bereits getan. Darum sind die beiden Bibelstellen auch in der Vergangenheit geschrieben:

Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre {Eig. für einen von göttlicher Strafe Getroffenen}. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt (rapha; Jehova Rapha; der Herr, dein Arzt, Anm. Autor) (Jes 53, 3 – 5).

… der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden (1 Petrus 2, 24).

Wie sieht das nun praktisch aus?

Die Menschen wissen, dass sie ein Sündenproblem haben. Darum müssen wir nicht noch weiter in diesen Wunden herumstochern. Doch wir können mit der guten Nachricht kommen, dass deren Sündenproblem bereits gelöst wurde. Sie müssen nur das Angebot Gottes annehmen. Ein Angebot nimmt ein Mensch eher an als eine Drohung. Nicht die Strafe, sondern die Güte Gottes treibt zur Umkehr. Lassen Sie beim nächsten Gespräch mit einem Nichtchristen die Güte oder Liebe Gottes fliessen. Das hat auch mit der Wortwahl etwas zu tun. Wenn Sie dies befolgen, werden Sie in den Gesprächen mit Nichtchristen andere Resultate erzielen. Die Gnadenzeit ist noch nicht vorbei, weil Gott noch so viele Menschen für den Himmel gewinnen will.

Teilen Sie den Inhalt mit anderen

Wie erkenne ich Gottes Stimme?

Um Gott beim Wort zu nehmen ist es ganz wichtig, dass wir Seine Stimme erkennen. In dieser Welt gibt es so viele Stimmen. Jede Stimme will jede andere übertönen um gehört zu werden. Die Stimme, die Ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht, wird Sie beeinflussen. Unter diesen lauten Stimmen werden Sie die Stimme Gottes mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht hören.

Von einem Mann, der sich aufmachte um Gott zu hören

Im Alten Testament können wir eine Begebenheit mit Elia nachlesen. Er reiste 40 Tage und Nächte zum Berg Horeb um Gott zu hören. 1. König 19, 11 – 13 berichtet:

„Er sprach: Gehe heraus und tritt auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR ging vorüber und ein grosser, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Winde aber kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. Da das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging heraus und trat in die Tür der Höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm und sprach: Was hast du hier zu tun, Elia?“

Elia erwartete, dass Gott sich in gewaltigen Manifestationen zeigte, doch seine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Erst als ein stilles, sanftes Sausen kam, redete Gott zu ihm.

Die Gefahr, es besser zu wissen

Wir laufen Gefahr, dass wir es besser wissen als Elia und erwarten, dass Gott zu uns in jeder Situation reden kann. Mitten in den Stimmen von Radio, Fernsehen, Video, Nachrichten, Musik, Internet etc. trauen wir uns zu, die Stimme Gottes zu hören. Und wir hören sie nicht! Um beim Bild eines Radios zu bleiben. Wie viele Radiostation können wir mit einem Radio empfangen. Bei UKW kann man die Sender noch gut voneinander halten, bei Mittelwelle und Kurzwelle wird es zusehends schwieriger. Unser Leben gleicht dem letzen Bereich. Ein Sender liegt ganz nahe bei einem anderen. Wenn wir den Sender nicht ganz präzise einstellen, werden die gewünschte Radiostation nicht klar empfangen. Genauso braucht auch unsere Ausrichtung auf Gottes Stimme unser konzentriertes Vorgehen. Gottes Stimme ist leise, aber immer hörbar, wenn wir wollen. Gott braucht unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, d. h. wir müssen äusserlich und innerlich zur Ruhe kommen. Darum ist es wichtig, dass Sie jeden Tag Zeit für Gott reservieren und dann auch die Zeit nutzen, um Gemeinschaft mit Gott zu haben. In dieser Zeit, allgemein auch als „Stille Zeit“ bekannt, werden Sie im Studium der Bibel und im Gebet Gottes Willen für Ihr Leben erfahren. Dies geschieht natürlich nur, wenn Sie Gott nicht nur mit Ihren Worten überhäufen, sondern Ihn auch zu Wort kommen lassen.

Was ist Gottes Wille?

Mit der Bibel, dem Wort Gottes, haben Sie den Willen Gottes schwarz auf weiss. Darum ist das Studium der Bibel so wichtig. Die Bibel zeigt Gottes Willen auf und offenbart auch Seinen Charakter und was Er mit uns Menschen vor hat. Die Basis unseres christlichen Lebens ist das Wort Gottes. Alles muss mit dem geschriebenen Wort Gottes geprüft und eventuell gerichtet werden. Jede Offenbarung, Prophetie und jedes persönliche Wort Gottes muss mit der Bibel übereinstimmen. Darum müssen wir voll des Wortes Gottes sein, damit wir jederzeit ins unserem eigenen Leben richten können was gut und was schlecht ist.

Wie redet nun Gott?

Das gleiche gilt auch für die nächste Art, wie Gott zu uns reden kann. Auch hier muss die Stimme Gottes mit dem geschriebenen Wort übereinstimmen. Gott kann uns einen Eindruck geben. Es ist dies diese leise Stimme in uns drin. Wie oft wird diese Stimme übertönt oder als eigene Idee abgetan, dabei ist es der Heilige Geist der zu unserem Geist spricht. Mit der Zeit bekommen Sie ein Gespür, welches die Stimme des Heiligen Geistes ist. Wenn Sie dieser Stimme nachgehen und befolgen, was von Ihnen verlangt wird, werden Sie auch bemerken, dass Sie Friede und Freude begleiten werden. Das ist ein sicheres Zeichen, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

Hören Sie auf die Stimme Gottes

Sie werden mir zustimmen, wenn ich schreibe, dass wir nicht den ganzen Tag in der Bibel lesen können. Jeder von uns muss gewissen Verpflichtungen nachgehen und diese auch zu aller Zufriedenheit erledigen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie über den Tag verteilt im Gebet zu Gott verbunden sind. So wird es für Sie einfacher, die Stimme Gottes zu hören und auch umzusetzen. Beschränken Sie Gott nicht auf die ersten Minuten am Tag oder die letzten Minuten vor dem Schlafen gehen. Ich habe nichts gegen diese Zeiten, doch Gott möchte auch während des Tages zu Ihnen reden. Wenn Er Ihnen am Morgen nur den Startschuss geben kann, dann verhindern Sie, dass Er während des Tagen Sie leiten und eventuell im Kurs korrigieren kann. Gott will Sie an gute Orte führen oder verhindern, dass Ihnen Schaden zugefügt wird.

Wie Gott auch reden kann

Natürlich kann Gott auch auf andere Art und Weise zu uns reden. Diese sind aber in der Rangliste nicht an vorderster Stelle. Gott kann durch eine Predigt, ein Seelsorgegespräch oder irgendein anderes Gespräch zu uns reden. Es liegt in unserer Entscheidung zu unterscheiden, was jetzt wirklich von Gott kommt oder was seelischen oder menschlichen Ursprungs ist. Wie bereits gesagt, haben wir einen guten Massstab, die Bibel. Wenn wir uns daran halten, kann nichts schief gehen.

Weitere Arten wie Gott redet

Die Bibel sagt uns auch, dass Gott durch Visionen, Gesichte oder Träume zu Menschen geredet hat. Zu Paulus redete Gott mit einer hörbaren Stimme. Es gibt viele Christen, die sich diese Dinge wünschen, aber verpassen leicht, wenn Gott zu ihnen durch die Bibel oder die innere Stimme, das innere Zeugnis, spricht. Gott mag zu diesen Mitteln greifen, weil Er etwas wichtiges mitteilen will und durch die normalen Kanäle nicht durchgekommen ist. Ein Christ, der Träume von Gott hat, muss nicht unbedingt geistlicher als ein anderer sein. Vielmehr musste Gott einen Weg finden, wie Er zu diesem Christ reden konnte. Während des Schlafs konnte Gott ungehindert zu diesem Christen reden.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Zeilen anspornen, viele ermutigende Erfahrungen mit Gott zu machen, indem Sie auf Seine Stimme hören.

Teilen Sie den Inhalt mit anderen