Gott und Gerechtigkeit Teil3

„Warum lässt Gott das zu?“

Wie bereits in einem anderen Artikel dieser Serie beschrieben, hatte sich Gott dazu verpflichtet, mit und durch die Menschen auf dieser Erde zu wirken. Alles was Gott in dieser Welt machen will, muss durch Menschen geschehen oder die Menschen müssen dazu Gott die Bewilligung geben. Auf diesem Hintergrund können wir die altbekannte Frage beantworten: „Warum lässt das Gott zu?“ Viele Probleme und Elende sind von Menschen gemacht. Es liegt daher auch in der Verantwortung des Menschen, dass diese Probleme und Elende von Menschen gelöst werden. Die Gemeinde tut gut daran, zu wissen, dass jeder gläubige Christ eine von Gott gegebene Autorität hat. Viele Christen leben in Unwissenheit darüber. Auch ich habe viele Jahre zu jenen gehört.

Gottes Bündnisse mit Menschen

Damit Gottes Willen auf dieser Erde zu Stande kommt, geht Gott mit einzelnen Menschen oder Menschengruppen Bündnisse ein. Oft wird durch einen Bund Vollmacht und Verantwortung übertragen. Es ist gut zu wissen, dass diese Vollmacht und Verantwortung von Gott kommt. Er lässt uns aber damit nicht alleine, sondern er steht hinter dem Bund und stellt das nötige Rüstzeug zur Verfügung.

Über die ganze Bibel verteilt finden wir verschiedene Bündnisse, die Gott eingegangen ist. Es sind dies:

Bund in Eden (1. Mose 2,16)
Bund mit Adam (1. Mose 3,15)
Bund mit Noah (1. Mose 9,16)
Bund mit Abraham (1. Mose 12,2)
Bund mit Mose (2. Mose 19,5)
Bund in Palästina (5. Mose 30,3)
Bund mit David (2. Sam 7,16)
der neue Bund (Hebr. 8,8)

Was ist ein Bund?

Ein Bund im heutigen Verständnis wäre ein Vertrag oder ein Pakt. Natürlich ist der Bund eine stärkere Abmachung als ein Vertrag. Im Gegensatz zu einem Vertrag kann der Bund nicht aufgelöst werden. Es kann sogar sein, dass der Bund über den Tod eines Vertragspartners hinaus Gültigkeit hat. Über die Jahrhunderte wurden solche Bündnisse eingegangen. Bekannt dürften die Blutbrüder bei den nordamerikanischen Indianern sein. Als Zeichen des Bundes wurden die Handgelenke mit einem Messer geschnitten, damit Blut fliessen konnte, und dann wurden die Handgelenke der beiden Bundespartner zusammengeführt, damit sich das Blut vermischen konnte.

Warum wurde ein Bund eingegangen?

Man kann hauptsächlich drei Gründe nennen:

1. Es gibt einen Feind
2. Abschluss von Geschäften
3. Liebe (z. B. Ehe, Jonathan und David)

Ein besonderes Merkmal eines Bundes ist, dass jede Partei seine Stärken zum Wohle der Gegenpartei einsetzt. Somit hilft der Partner auch bei den Schwächen der Gegenpartei.

Was ich über den Bund geschrieben habe, stimmt auch sinngemäss, wenn Gott einen Bund mit uns Menschen macht. Der Gott der Bibel ist ein Gott der Gerechtigkeit. Darum muss er sich an sein Wort halten und seine aufgestellten Regeln beachten. Aus Gottes Sicht sind wir Menschen eine solche Gegenpartei. Damit wir und Gott zusammen arbeiten können, braucht es gegenseitige Vereinbarungen und Einwilligungen. So gesehen beruht unser ganzes Leben mit Gott auf rechtlichen Grundlagen. Die Bibel könnte man als Rechtsdokument anschauen, in dem das Zusammenleben mit Gott geregelt ist. (Tatsächlich gibt es Christen, die sich dabei an den Buchstaben klammern. Das meine ich nicht damit, sondern wir sollen uns zusammen mit dem Heiligen Geist an die Umsetzung der Gebote und Gesetze machen). Wir bezeichnen Gott als souverän und meinen damit auch, dass er immer das machen kann, was ihm gerade gut dünkt. Daher meinen viele Christen auch, dass wir nie sicher sein können, was der Wille Gottes ist. Dem ist aber nicht so. Gott muss sich an sein Wort halten, dass in der Bibel aufgeschrieben wurde. Was er heute tut und sagt, muss sich mit der Bibel decken. Wenn wir das erkennen und danach handeln, wird unser Leben mit Gott um einiges einfacher, denn die grosse Unsicherheit puncto Gottes Willen ist beseitigt.

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Gott und Gerechtigkeit Teil 1

Gott und Gerechtigkeit Teil 2

 

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Gott und Gerechtigkeit Teil2

Wie alles begann

Um die Gerechtigkeit Gottes besser zu verstehen, müssen wir zurück zum Anfang der Menschheitsgeschichte oder anders gesagt, wir betrachten die Schöpfungsgeschichte in der Bibel. Gott schuf die Erde, das Universum und den Menschen in sechs Tagen. Der Mensch wird als Krönung der Schöpfung bezeichnet. Gott hat so viele Dinge geschaffen, aber Er hat nur zu Adam geredet. Weil der Mensch, und somit auch Adam, ein Wesen nach Gottes Bild war und ist, konnte Gott mit dem Menschen kommunizieren. Die ersten Worte von Gott an den Menschen, die aufgeschrieben wurden, lauten:

„Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt!“ (1. Mose 1, 28)

Gott hatte die Erde und alles was darin ist geschaffen und dann zum Menschen gesagt, dass er ihm dies alles überlässt und dass der Mensch nun die Verantwortung über die Erde und die Schöpfung hat. Damit der Mensch keine Marionette ist, hat Gott ihn mit dem freien Willen ausgestattet. Damit der Mensch auch wählen konnte, gab es auch den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Gott hatte Adam in Bezug auf diesen Baum ganz klare Anweisungen gegeben:

„Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du des Todes sterben.“ (1. Mose 2, 16 – 17)

Wie wir genau wissen, kam der Tag als Adam und Eva von der Frucht dieses Baumes assen und sie mussten das Paradies verlassen. Der Teufel in der Form einer Schlange überredete Eva zum Essen dieser Frucht. Danach gab Eva dem Adam von der Frucht zu essen. Kaum war dies geschehen redete Gott diese prophetischen Worte:

„Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein. Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.“ (1. Mose 3, 14-19)

Von dieser Begebenheit können wir vieles über die Gerechtigkeit Gottes in Erfahrung bringen.

Was hat die Schöpfungsgeschichte mit Gerechtigkeit zu tun?

Gott hätte sich sagen können, dass sein Projekt „Erde“ gescheitert sei. Doch er hat es nicht getan und er konnte es auch nicht tun. Dies hatte verschiedene Gründe.

Wie bereits gesagt, hat der Mensch einen freien Willen. Dieser freie Wille war nicht an eine Bedingung geknüpft. Gott hatte nicht gesagt: „Solange du machst wie es mir passt, solange garantiere ich dir den freien Willen. Sonst muss ich mich über dich hinwegsetzen.“ Gott respektiert den Willen jedes Menschen, wie immer sich dieser äussert. Er kann sich nur auf Menschen einlassen, die sich freiwillig diese Beziehung wünschen.

Die Verantwortung über die Erde liegt bei den Menschen

Gott hat den Menschen die volle Verantwortung über die Erde und die Schöpfung übertragen. Somit sind wir Menschen für den heutigen Zustand der Erde verantwortlich. Gott steht zu seinem Wort, und was er sagt nimmt er nicht zurück. Adam und Eva haben Gott einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gott konnte nicht einfach die menschliche Rasse auslöschen, die Erde zerstören und nochmals von vorne beginnen. Es lag nicht mehr in seiner Macht, dies zu tun. Er musste mit den Menschen und durch die Menschen eine Lösung für dieses Problem schaffen. Er war voll und ganz auf die Menschen angewiesen. Deshalb musste der Mensch Jesus Christus viele Jahre später für unsere Sünden am Kreuz sterben.

Der Mensch musste mehrere Tode sterben

Gott hatte den Menschen verboten von der Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten und des Bösen zu essen. Gleichzeitig sagte er aber auch, dass es Konsequenzen haben wird, wenn dieses Verbot übertreten wird. Die Konsequenz ist der Tod. Eigentlich spricht der hebräische Urtext von mehreren Tode. Adam und Eva sind nicht sofort gestorben. Durch die Übertretung sind sie eines geistlichen Todes, die Trennung von Gott, gestorben. Erst später trat der körperliche Tod ein.

Als Adam, Eva und die Schlange aus dem Paradies vertrieben wurden, sprach Gott zu jedem einzelnen. Damit setzte er jedem einzelnen gewisse Leitlinien für die Zukunft. Er musste dies tun, damit sein Erlösungsplan ins Rollen kommen konnte.

Fortsetzung in Teil 3

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Gott und Gerechtigkeit Teil 1

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Gott und Gerechtigkeit Teil1

Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner {d. i. Gottes} Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden. Matthäus 6, 33

Warum sollen wir Gottes Gerechtigkeit suchen?

Wieso sagt Jesus, dass wir alles daransetzen sollen, um Gottes Gerechtigkeit zu suchen und zu finden. Wenn Jesus dies mit so starken Worten ausdrückt, muss es einen Grund geben. Eigentlich sind es mehrere.

So wie das Himmelreich oder Gottes Gebiet der Regierung sehr schwer in dieser Welt ausfindig zu machen ist, so entspricht Gottes Rechtssprechung nicht dem, was wir von unseren Landesgesetzen her kennen. Gottes Gerechtigkeit beinhaltet nicht nur die Rechtssprechung, sondern man kann es als System sehen wie man Leben kann oder soll, welche Übertretungen es gibt und wie diese Übertretungen geahndet werden. Die englische Amplified Bible macht zum zitierten Bibelvers beim Wort Gerechtigkeit den Zusatz „richtig machen“ und „richtig sein“. Wenn wir nach Gottes Gerechtigkeit streben, dann hat dies Auswirkungen auf unser alltägliches Leben.

Die Ausgangslage

Unsere verschiedenen Gesetze im Land regeln das Leben im Land. Manche Gesetze können uns oder andere schützen, uns Vorteile verschaffen oder aufzeigen, dass wir etwas Verbotenes gemacht haben. Fühlen wir uns durch diese Gesetze eingeengt? Eigentlich nicht, ausser man gerät mit dem Gesetz in Konflikt. So ist es auch mit Gott und seiner Gerechtigkeit. Viele Menschen geraten und gerieten mit Gottes Gesetzen in Konflikt. Auch viele Christen tun sich schwer. Warum? Weil sie Gottes Gerechtigkeit nicht genau kennen. Diese Menschen sind in einer Gebundenheit. Entweder sie wissen, dass sie ein Gesetz übertreten haben oder sie fühlen sich schuldig, weil sie eine Tradition ihres Umfeldes gebrochen haben. Jesus kam, damit wir Leben haben und damit wir frei sein können.

Die grosse Wahl

Leben und Freiheit sind zwei zentrale Begriffe bei Gottes Gerechtigkeit. Somit können wir bei allen Geboten und Gesetzen Gottes fragen: „Gibt dieses Gebot/Gesetz Leben und Freiheit oder Tod und Gefangenschaft?“ Gott hatte das Volk Israel vor die Wahl gestellt: Leben oder Tod, Segen oder Fluch. Diese Wahl haben wir auch heute noch. Gott hatte damals noch einen Kommentar abgegeben. Heute würde es etwa so lauten: „Also wenn ihr mich fragt, dann wählt das Leben.“

Eine Lösung

Gottes Gesetze sind da, um uns Leben und Freiheit zu geben. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, tiefer in die Gerechtigkeit Gottes vorzudringen. Gottes Gerechtigkeit beinhaltet nicht nur was wir tun oder nicht tun sollen, sondern Gott hat auch eine Lösung bereitgestellt. Ich möchte Ihnen zwei Punkte erklären.

Gott hatte Jesus auf die Erde geschickt, um unsere Sünden und Krankheiten am Kreuz auf sich zu nehmen. Jeder Mensch muss den stellvertretenden Tod von Jesus für sich persönlich beanspruchen. Dadurch werden ihm seine Sünden vergeben und er kann Gemeinschaft mit Gott haben.

Nach diesem sehr wesentlichen Ereignis kann es vorkommen, dass man Gottes Gebote übertritt. Dazu sagt Gott, dass wer seine Sünden bekennt, sie vergeben werden. Anders gesagt, von diesem Zeitpunkt an existiert diese Sünde nicht mehr bei Gott. Bei uns sollte sie dann auch vergeben und vergessen sein.

Es ist so wichtig, dass wir in dieser ständigen Vergebung leben. Wenn wir das tun, dann haben wir schon viel von Gottes Gerechtigkeit begriffen.

Fortsetzung in Teil 2

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Gottes Charakter

Wer ist Gott und wie ist sein Charakter?

Als Christen glauben wir an Gott. Doch viele haben nur ein wages Bild über Gott und leben dadurch auch in einer Unsicherheit über Gott und seinen Willen. Diese Zeilen sollen ein Anstoss und ein Anfang sein, um Gott besser zu verstehen. Er ist nicht irgendeine Macht, ein Energiefeld, ein Geist, sondern eine Persönlichkeit. Immer wieder stellt sich Gott in der Bibel mit einer Facette seiner Person uns Menschen vor.

Die Einheit Gottes

Dem Volk Israel gibt er zu verstehen, dass er eins ist:

„Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein (5Mo 6,4).“

Das Wort „allein“ bedeutet im Hebräischen, dass Gott mehrere Personen in sich vereint. Das kommt auch in 1Mo 2,24 zum Ausdruck: Darum wird der Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, dass sie zu einem Fleische werden. An einer anderen Stelle redet ER von sich in der Mehrzahl.

„Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh auf der ganzen Erde, auch über alles, was auf Erden kriecht (1Mo 1,26)!“

Eine weitere bekannte Stelle steht in Joh 17,20-23. Auch an dieser Stelle kommt das Wort eins vor. Wie im Hebräischen so steht auch hier im Griechischen für das Wort eins die Zahl aber auch die Einheit. Unter anderem will Jesus hier auch zeigen, dass Gott eine Einheit ist. In Mt 3,16-17 werden die drei Personen der Dreieinigkeit zusammen erwähnt. Jesus steht, der Heilige Geist kommt herab und der Vater spricht.

Gott ist eine Person

Weil Gott eine Person ist hat er auch einen Charakter und eine Moral. Ein moralisches Wesen trägt Verantwortung für Recht und Unrecht. Gott übernimmt diese Verantwortung. Da wir Menschen auch moralische Wesen sind, müssen wir Verantwortung übernehmen. Weil Gott eine moralische Person ist, reagiert er auf alles, was geschieht. Ihm ist nichts gleichgültig, das heisst aber nicht, dass er uns seine Meinung aufzwingt, denn er hat uns Freiheit mit gewissen Grenzen geschenkt (siehe Garten Eden). Weil Gott eine Person ist, haben wir die Möglichkeit, Ihn kennenzulernen. In Joh 17,3 gibt Jesus eine Definition von ewigem Leben: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Das Wort „erkennen“ oder anders übersetzt „kennen“ hat die Bedeutung von eine Person kennen durch eine persönliche Erfahrung. Gott möchte, dass wir persönliche Erfahrungen mit Ihm machen und Ihn auch als Person kennenlernen.

Gott ist Geist

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten (Joh 4,24). Ein Geist ist ewig, er hat kein Fleisch und keine Knochen (d.h. er besteht nicht aus materiellen Dingen) und er hat eine Form und einen Umriss (Joh 5,37 / Phil 2,5-6 / Lk 3,21-22).
In Hesekiel wird beschrieben wie Gott auf dem Thron sitzt als eine Gestalt, die wie ein Mensch anzusehen war (Hes 1,26-27). An anderen Bibelstellen werden Gott verschiedene Körperteile zugeordnet: Hände, Gesicht und Rücken (2Mo 33,20-23), Füsse (2Mo 24,9-10), Haare (Dan 7,9-14).

Bibelstellen:

Joh 5,37 Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir gezeugt. Ihr habt nie weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen;

Phil 2,5-6 Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war, welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein;

Lk 3,21-22 Es begab sich aber, da alles Volk sich taufen liess und auch Jesus getauft wurde und betete, dass sich der Himmel auftat und der heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel erscholl: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen!

Hes 1,26-27 Und über dem Himmelsgewölbe, das über ihren Häuptern war, sah es aus wie ein Saphirstein, wie die Gestalt eines Thrones. Auf dem Gebilde des Thrones aber sass eine Gestalt, anzusehen wie ein Mensch, oben darauf. Ich sah auch wie den Schimmer von Golderz, wie das Aussehen eines Feuers inwendig ringsum; von der Gestalt seiner Lenden nach oben hin und von der Gestalt seiner Lenden nach unten hin sah ich wie die Gestalt des Feuers, und ein Glanz war rings um ihn her.

2Mo 33,20-23 aber mein Angesicht – sprach er – kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht! Doch sprach der HERR: Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, so stelle ich dich in die Felsenkluft und will dich mit meiner Hand solange decken, bis ich vorübergegangen bin. Wenn ich dann meine Hand zurückziehe, so magst du mir hinten nachsehen; aber mein Angesicht soll man nicht sehen!

2Mo 24,9-10 Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf; und sie sahen den Gott Israels; und unter seinen Füssen war ein Boden wie von Saphirsteinen und so klar wie der Himmel selbst.

Dan 7,9-14 Solches sah ich, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Kleid war schneeweiss und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle; sein Thron waren Feuerflammen und seine Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm emsiglich, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm; das Gericht setzte sich, und die Bücher wurden aufgetan. Auch der andern Tiere Gewalt verging; und ihre Lebensdauer ward ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt. Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Menschensohn; der gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Gewalt, Ehre und königliche Würde verliehen, dass ihm alle Völker, Stämme und Zungen dienen sollten; seine Gewalt ist eine ewige Gewalt, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie untergehen.

Gottes Herrlichkeit

Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist (1Jo 1,5). In der Bibel wird oft von Gottes Herrlichkeit berichtet. Die Herrlichkeit ist die Gegenwart Gottes (siehe Hes 1,28 / Hes 10,1-22 / 2Mo 33,7-11/ 2Mo 40,33-35 / 2Chr 5,1-14). Durch das Blut Jesu haben wir das Vorrecht in Seine Gegenwart zu treten. Dies wird uns auch äusserlich verändern. „Alsdann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ (Mt 13,43) Im himmlischen Jerusalem wird Gottes Gegenwart die Stadt erhellen. Es braucht dann keine Sonne, Mond oder Licht (Offb 21,22-23 / Offb 22,3-5).

Bibelstellen:

Hes 1,28 Wie der Bogen aussieht, der an einem Regentag in den Wolken erscheint, also war auch der Glanz ringsum anzusehen. So war das Aussehen der Erscheinung der Herrlichkeit des HERRN. Als ich sie sah, fiel ich auf mein Angesicht und hörte eine Stimme reden.

Hes 10,1-22 Und ich schaute, und siehe, auf dem Firmament, das über dem Haupte der Cherubim war, befand sich etwas wie ein Saphirstein; etwas, das wie ein Throngebilde aussah, erschien über ihnen. Und er redete mit dem Mann, der das leinene Kleid trug, und sagte: Gehe hinein zwischen die Räder unter dem Cherub und fülle deine Hände mit glühenden Kohlen, die zwischen den Cherubim sind, und sprenge sie über die Stadt! Da ging er vor meinen Augen hinein. Und die Cherubim standen auf der rechten Seite des Hauses, als der Mann hineinging; die Wolke aber erfüllte den innern Vorhof. Da erhob sich die Herrlichkeit des HERRN von dem Cherub zu der Schwelle des Hauses hin, also dass der Tempel von der Wolke erfüllt und der Vorhof voll Glanzes der Herrlichkeit des HERRN wurde. Und man hörte das Rauschen der Flügel der Cherubim bis in den äussern Vorhof, gleich der Stimme des allmächtigen Gottes, wenn er redet. Als er nun dem Manne, der das leinene Kleid trug, befahl, Feuer zwischen den Rädern, zwischen den Cherubim, zu holen, da ging dieser hinein und trat neben das Rad. Da streckte ein Cherub seine Hand zwischen die Cherubim, nach dem Feuer, das zwischen den Cherubim war, und nahm davon und gab es dem, der das leinene Kleid trug, in die Hände; der nahm es und ging hinaus. Und es wurde an den Cherubim etwas wie eine Menschenhand unter ihren Flügeln sichtbar. – Und ich schaute, und siehe, da waren vier Räder bei den Cherubim; ein Rad bei dem einen Cherub und das andere Rad bei dem andern Cherub; die Räder aber waren anzusehen wie der Glanz eines Chrysolithsteins. Dem Ansehen nach waren sie alle vier von einerlei Gestalt, als wäre ein Rad mitten in dem andern. Wenn sie gingen, so gingen sie nach ihren vier Seiten; keines wandte sich um, wenn es ging; sondern wohin sich das Haupt wandte, dahin gingen sie, ihm nach, und sie wandten sich nicht um im Gehen. Ihr ganzer Leib und ihr Rücken und ihre Hände und ihre Flügel, auch die Räder waren alle ringsum voller Augen, bei allen vieren. Und ihre Räder, die Räder nannte er vor meinen Ohren «Wirbelwind». Aber jeder einzelne [Cherub] hatte vier Gesichter; das erste war eines Cherubs Gesicht, das zweite eines Menschen Gesicht, das dritte eines Löwen Gesicht und das vierte eines Adlers Gesicht. Und die Cherubim erhoben sich. Es war das lebendige Wesen, welches ich am Flusse Kebar gesehen hatte. Wenn nun die Cherubim gingen, so gingen auch die Räder mit ihnen; und wenn die Cherubim ihre Flügel schwangen, dass sie sich von der Erde emporhoben, so wandten sich auch die Räder nicht von ihrer Seite. Wenn jene stillstanden, so standen auch diese still, wenn jene sich emporhoben, so erhoben sich auch die Räder mit ihnen; denn der Geist des lebendigen Wesens war in ihnen. Und die Herrlichkeit des HERRN ging von der Schwelle des Tempels hinweg und stellte sich über die Cherubim. Da schwangen die Cherubim ihre Flügel und erhoben sich von der Erde bei ihrem Wegzug vor meinen Augen, und die Räder neben ihnen. Aber an der östlichen Pforte des Hauses des HERRN blieben sie stehen, und oben über ihnen war die Herrlichkeit des Gottes Israels. Es war das lebendige Wesen, welches ich am Flusse Kebar unter dem Gott Israels gesehen hatte; und ich merkte, dass es Cherubim waren. Ein Jedes hatte vier Gesichter und ein jedes vier Flügel, und etwas wie Menschenhände war unter ihren Flügeln. Was aber die Gestalt ihrer Gesichter betrifft, so waren es die gleichen Gesichter, welche ich am Flusse Kebar gesehen hatte, ihre Erscheinung und sie selbst. Ein jedes ging gerade vor sich hin.

2Mo 33,7-11 Mose aber nahm die Hütte und schlug sie draussen auf, ferne von dem Lager, und hiess sie eine Hütte der Zusammenkunft. Und wer den HERRN fragen wollte, musste vor das Lager hinaus zur Hütte der Zusammenkunft gehen. Und wenn Mose zu der Hütte hinausging, so stand alles Volk auf, und jedermann blieb stehen unter der Tür seines Zeltes und sah Mose nach, bis er in die Hütte hineinging. Und wenn Mose in die Hütte hineinging, so kam die Wolkensäule herab und stand in der Tür der Hütte, und [der HERR] redete mit Mose. Und wenn alles Volk die Wolkensäule in der Tür stehen sah, so standen sie alle auf und verneigten sich, ein jeder in der Tür seines Zeltes. Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet; und wenn er wieder ins Lager zurückkehrte, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Jüngling, nicht aus der Hütte.

2Mo 40,33-35 Und er richtete den Vorhof auf um die Wohnung und um den Altar her und hängte den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk. Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung. Und Mose konnte nicht in die Stiftshütte gehen, solange die Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfüllte.

2Chr 5,1-14 Also ward alle Arbeit vollendet, die Salomo am Hause des HERRN machte. Und Salomo brachte hinein, was sein Vater David geheiligt hatte, dazu das Silber und das Gold und alle Geräte und legte es in die Schatzkammern des Hauses Gottes. Da versammelte Salomo die Ältesten in Israel und alle Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterhäuser der Kinder Israel, in Jerusalem, um die Lade des Bundes des HERRN heraufzubringen aus der Stadt Davids – das ist Zion. Und alle Männer Israels versammelten sich beim König zum Fest, das heisst im siebenten Monat. Und alle Ältesten Israels kamen; und die Leviten nahmen die Lade und brachten die Lade hinauf, samt der Stiftshütte und allen heiligen Geräten, die in dem Zelte waren. Die Priester und die Leviten brachten sie hinauf. Der König Salomo aber und die ganze Gemeinde Israel, die vor der Lade bei ihm versammelt war, opferten Schafe und Rinder, so viel, dass ihre Menge weder zu zählen noch zu berechnen war. Also brachten die Priester die Bundeslade des HERRN an ihren Ort in den Chor des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim. Denn die Cherubim breiteten beide Flügel aus über den Ort der Lade; und die Cherubim bedeckten die Lade und deren Stangen von oben her. Die Stangen aber waren so lang, dass man die Enden der Stangen von der Lade aus, vor dem Chor sehen konnte, aber von aussen sah man sie nicht. Und sie blieb daselbst bis auf diesen Tag. Es war nichts in der Lade, als die beiden Tafeln, die Mose am Horeb darein getan hatte, als der HERR mit den Kindern Israel einen Bund machte, da sie aus Ägypten zogen. Und als die Priester aus dem Heiligtum herausgingen – denn alle Priester, die vorhanden waren, hatten sich geheiligt, ohne Rücksicht auf die Abteilungen -, und als auch die Leviten, alle Sänger, Asaph, Heman, Jedutun und ihre Söhne und ihre Brüder, in weisse Baumwolle gekleidet, dastanden mit Zimbeln, Psaltern und Harfen östlich vom Altar, und bei ihnen hundertundzwanzig Priester, die auf Trompeten bliesen, – da war es, wie wenn die, welche die Trompeten bliesen und sangen, nur eine Stimme hören liessen, zu loben und zu danken dem HERRN. Und als sie die Stimme erhoben mit Trompeten, Zimbeln und Saitenspiel und mit dem Lobe des HERRN, dass er freundlich ist und seine Güte ewig währt, da ward das Haus des HERRN mit einer Wolke erfüllt, so dass die Priester wegen der Wolke nicht zum Dienste antreten konnten, denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.

Offb 21,22-23 Und einen Tempel sah ich nicht in ihr; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm. Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

Offb 22,3-5 Und nichts Gebanntes wird mehr sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen; und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein. Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichtes eines Leuchters, noch des Sonnenscheines; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Eigenschaften Gottes oder was macht Gott zu Gott

Gott ist ewig. Dies kommt in den folgenden Bibelstellen zum Ausdruck: Ps 90,1-4 / Jes 40,28 / Offb 1,8.
Ps 90,1-4 Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. Herr, du bist unsre Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht! Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Du wandelst den Sterblichen in Staub und sprichst: Kehret zurück, ihr Menschenkinder! Denn tausend Jahre sind vor dir wie der gestrige Tag, der vergangen ist, und wie eine Nachtwache;
Jes 40,28 Weisst du denn nicht, hast du denn nicht gehört? Der ewige Gott, der HERR, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich!
Offb 1,8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.

Gott ist allgegenwärtig. Siehe dazu: Ps 139,7-12 / Jer 23,23-24.
Ps 139,7-12 Wo soll ich hingehen vor deinem Geist, wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Führe ich zum Himmel, so bist du da; bettete ich mir im Totenreich, siehe, so bist du auch da! Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äussersten Meer, so würde auch daselbst deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten! Spräche ich: «Finsternis möge mich überfallen und das Licht zur Nacht werden um mich her!», so ist auch die Finsternis nicht finster für dich, und die Nacht leuchtet wie der Tag; Finsternis ist wie das Licht. –
Jer 23,23-24 Bin ich denn nur Gott in der Nähe, spricht der HERR, und nicht auch Gott in der Ferne? Kann sich jemand so heimlich verbergen, dass ich ihn nicht sehe? spricht der HERR. Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde? spricht der HERR.

Gott ist selbstbestehend. Folgende Stellen belegen das: Joh 5,26 / Apg 17,24-25
Joh 5,26 Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, also hat er auch dem Sohne verliehen, das Leben in sich selbst zu haben.
Apg 17,24-25 Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln von Händen gemacht; ihm wird auch nicht von Menschenhänden gedient, als ob er etwas bedürfte, da er ja selbst allen Leben und Odem und alles gibt.

Gott ist unveränderlich. Das sagt: Jak 1,17.
Jak 1,17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel.
Gott ist allwissend: 1Jo 3,20 / Ps 147,5 / Spr 3,19-20.
1Jo 3,20 dass, wenn unser Herz uns verdammt, Gott grösser ist als unser Herz und alles weiss.
Ps 147,5 Gross ist unser Herr und reich an Macht; sein Verstand ist unermesslich.
Spr 3,19-20 Der HERR hat die Erde mit Weisheit gegründet und die Himmel mit Verstand befestigt. Durch seine Erkenntnis brachen die Fluten hervor und träufelten die Wolken Tau.

Gott ist heilig: 1Sam 2,2 / Jes 57,15
1Sam 2,2 Es ist niemand heilig wie der HERR, ja, es ist keiner, ausser dir; und es ist kein Fels wie unser Gott!
Jes 57,15 Denn also spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt und dessen Name heilig ist: In der Höhe und im Heiligtum wohne ich und bei dem, welcher eines zerschlagenen und gedemütigten Geistes ist, auf dass ich belebe den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen erquicke.

Gott ist gerecht: Ps 145,17/ Ps 103,6 / Zeph 3,5
Ps 145,17 Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken.
Ps 103,6 Der HERR übt Gerechtigkeit und schafft allen Unterdrückten Recht.
Zeph 3,5 Der HERR ist gerecht in ihrer Mitte; er tut kein Unrecht, jeden Morgen stellt er sein Recht ins Licht, unfehlbar; aber der Verkehrte weiss nichts von Scham!

Gott kann wütend sein (aber niemals als Dauerzustand): Nah 1,3 (Elberfelder) / Ps 103,8-12 / Hes 18,23 + 29-30 + 32
Nah 1,3 Der HERR ist langsam zum Zorn und gross an Kraft. Doch keinesfalls lässt der HERR ungestraft. – Im Sturmwind und im Unwetter ist sein Weg, und Gewölk ist der Staub seiner Füsse.
Ps 103,8-12 Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von grosser Güte. Er wird nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen. Er hat nicht mit uns gehandelt nach unsern Sünden und uns nicht vergolten nach unsrer Missetat; denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so gross ist seine Gnade über die, so ihn fürchten; so fern der Morgen ist vom Abend, hat er unsre Übertretung von uns entfernt.
Hes 18,23 Oder habe ich etwa Gefallen am Tode des Gottlosen, spricht Gott, der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich von seinen Wegen bekehre und lebe?
Hes 18,29-30 Aber das Haus Israel spricht: Der Weg des Herrn ist nicht richtig! Sollten meine Wege nicht richtig sein, Haus Israel? Sind nicht eure Wege unrichtig? Darum will ich einen jeden von euch nach seinen Wegen richten, Haus Israel! spricht Gott, der HERR. Kehret um und lasst ab von allen euren Übertretungen, so wird euch die Missetat nicht zum Fall gereichen!
Hes 18,32 Denn ich habe kein Verlangen nach dem Tode des Sterbenden, spricht Gott, der HERR. So kehret denn um, und ihr sollt leben!

Gott ist barmherzig: Eph 2,4 (reich = Er hat im Überfluss) / Mt 9,35-36 / Mt 9,27-30 / Ps 145,8-9
Eph 2,4 Gott aber, der da reich ist an Erbarmen, hat durch seine grosse Liebe, womit er uns liebte,
Mt 9,35-36 UND Jesus durchzog alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, predigte das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen. Als er aber die Volksscharen sah, jammerten sie ihn, weil sie beraubt und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Mt 9,27-30 Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Du Sohn Davids, erbarme dich unser! Als er nun ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus fragte sie: Glaubt ihr, dass ich solches tun kann? Sie sprachen zu ihm: Ja, Herr! Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus drohte ihnen ernstlich und sprach: Sehet zu, dass es niemand erfahre!
Ps 145,8-9 Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von grosser Güte! Der HERR ist gegen alle gütig, und seine Barmherzigkeit erstreckt sich über alle seine Werke.

Die Frucht des Geistes

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit (Gal 5,22-23a). Wir haben oft gehört, dass wir diese Früchte des Geistes haben sollen. Ein neuer Aspekt aber ist, dass sie auch Charaktereigenschaften von Gott sind. Mit anderen Worten können wir sagen:

Gott ist Liebe (1Jo 4,7-8),
Gott ist Freude (Ps 16,11),
Gott ist Friede (2Thes 3,16),
Gott ist Geduld oder Langmut (Röm 2,4-5),
Gott ist Freundlichkeit (2Kor 10,1),
Gott ist Gütigkeit (1Tim 4,4),
Gott ist Treue (5Mo 7,9),
Gott ist Sanftmut (2Tim 2,25) und Gott ist Enthaltsamkeit.

Gal 5,22-23 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.

1Jo 4,7-8 Geliebte, lasset uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.

Ps 16,11 Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeit in deiner Rechten immerdar.

2Thes 3,16 Er aber, der Herr des Friedens, gebe euch den Frieden immerdar und auf alle Weise! Der Herr sei mit euch allen!

Röm 2,4-5 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, ohne zu erkennen, dass dich Gottes Güte zur Busse leitet? Aber nach deinem verstockten und unbussfertigen Herzen häufst du dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes,

2Kor 10,1 Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch bei der Sanftmut und Freundlichkeit Christi, der ich unter Augen zwar demütig bin bei euch, abwesend aber mutig gegen euch:

1Tim 4,4 Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung genossen wird;

5Mo 7,9 So erkenne denn, dass der HERR, dein Gott, der Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Güte bis auf tausend Generationen denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten.

2Tim 2,25 und die Widersacher in Sanftmut zurechtweisen (und hoffen), ob ihnen Gott nicht etwa Busse gebe zur Erkenntnis der Wahrheit.

Was soll das Ganze?

Vielleicht fragst Du Dich: Was soll das Ganze? Warum diese Aufzählung über die Charaktereigenschaften Gottes? Warum solche Details über Gott? Es sind berechtigte Fragen und möchte Dir auch die Antwort dazu geben. Eine Wahrheit sagt, dass Wissen oder Erkenntnis nutzlos ist, wenn man sie nicht anwendet. So auch mit den Aussagen der obigen Zeilen. Wichtig ist, dass wir wissen, dass es Gott gibt und wer Er ist. Wenn wir eine Person zum ersten Mal sehen und dann auch kennenlernen braucht es viel Zeit dazu. Das Wissen um diese Person macht uns den Umgang mit dieser Person leichter. Wir wissen wie weit wir gehen können, wo die Stärken und Schwächen sind usw. Gott gibt uns in der Bibel einen Wissensvorsprung. Er offenbart sich uns wie Er ist und was wir von Ihm erwarten können. Lies diese Zeilen nochmals durch und beantworte die folgenden Fragen: Welchen Einfluss haben diese Eigenschaften Gottes in meiner Beziehung zu Ihm? Welchen Einfluss haben diese Eigenschaften in meinem Leben als Christ für mich selbst und für den Mitmenschen?

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