Jage nicht dem Reichtum nach

Die Sprüche in der Bibel sind voll von finanziellen Aussagen. Ich staune immer wieder über die grosse Weisheit, die in diesem Buch der Bibel geäussert wird. Man ordnet die Sprüche dem König Salomo zu. Gott hatte ihm gesagt, dass Er ihm einen Wunsch erfüllte. Salomo konnte sich somit alles mögliche wünschen. Darunter wäre sicher auch Gesundheit oder Reichtum oder Macht gefallen. Doch er hat sich Weisheit gewünscht und auch bekommen. Ich bin froh, dass er sich Weisheit gewünscht hat. So haben wir einen so grossen Schatz an Weisheit in der Bibel. Wusste Salomo eigentlich auf was er sich da eingelassen hatte oder kamen viele Einsichten punkto Reichtum und Weisheit erst später in seinem Leben?

Ich möchte Dir kurz einige Stellen aus den Sprüchen aufzeigen. Salomo zeigt uns auf, dass es gar nicht gut ist, wenn man Reichwerden an erster Stelle im Leben setzt.

4 Bemühe dich nicht, reich zu werden; da spare deine Klugheit! 5 Du richtest deine Augen auf Reichtum und er ist nicht mehr da; denn er macht sich Flügel wie ein Adler und fliegt gen Himmel.
Sprüche 23, 4-5

 

Wer habgierig ist, jagt nach Reichtum und weiss nicht, dass Mangel über ihn kommen wird.
Spr 28,22

Es gibt nun viele Menschen, die nun einen falschen Rückschluss in ihrem Leben machen. Salomo rät davon ab, reich zu werden, also ist reich sein auch nicht gut. Oder wenn man nicht die Absicht, reich zu werden, verfolgt, dann kann man auch nicht reich werden. Beide Rückschlüsse kommen aus einer falschen Betrachtungsweise, weil man nur eine Art kennt, wie man reich sein kann. Für mich ist diese Betrachtungsweise verständlich, da wir meistens ja nur diese Art von Reichwerden kennen.

Was viele Christen nicht kennen ist, dass durch die enge Beziehung zu Gott Sein Segen im Leben wirken kann. Dieser Segen macht auch reich. Doch dieser Segen wird oft im Leben blockiert und deshalb sieht man die Auswirkungen dieses Segens nicht.

Wie bereits geschrieben hat Salomo die Weisheit gewählt. Was für viele eine schlechte Entscheidung war, zeigte sich als sehr gute Wahl. Was nützt es schon, Weisheit zu haben? Sehr viel, denn die nächste Bibelstelle zeigt die Auswirkungen von Weisheit auf:

12 Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit und weiss guten Rat zu geben. 13 Die Furcht des HERRN hasst das Arge; Hoffart und Hochmut, bösem Wandel und falschen Lippen bin ich Feind. 14 Mein ist beides, Rat und Tat, ich habe Verstand und Macht. 15 Durch mich regieren die Könige und setzen die Ratsherren das Recht. 16 Durch mich herrschen die Fürsten und die Edlen richten auf Erden. 17 Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, finden mich. 18 Reichtum und Ehre ist bei mir, bleibendes Gut und Gerechtigkeit. 19 Meine Frucht ist besser als Gold und feines Gold, und mein Ertrag besser als erlesenes Silber. 20 Ich wandle auf dem Wege der Gerechtigkeit, mitten auf der Strasse des Rechts, 21 dass ich versorge mit Besitz, die mich lieben, und ihre Schatzkammern fülle.
Sprüche 8, 12-21

Vielleicht hast Du bemerkt, dass Weisheit nicht nur mit guten Entscheidungen und Macht zu tun hat. Weisheit hat auch Auswirkungen auf den materiellen Bereich. Wieviele Entscheidungen werden aufgrund von finanziellen Aspekten gefällt? Geld ist kein guter Ratgeber, es lässt nur eine beschränkte Sicht der Dinge zu. Göttliche Weisheit hingegen bringt erstaunliche Resultate zustande. Wer sich darauf einlässt, wird auch materiell belohnt.

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Reichtum Ja oder Nein oder Alle Dinge dienen uns zum Genuss

Ist Reichtum Sünde? Oder müssen Christen arm sein? Dies sind Fragen, die ich immer wieder auf eine neue Art in diesem Beitrag beantworten will. Wenn Reichtum Sünde sein soll, wieso ist er nicht in den Zehn Geboten aufgeführt. Wenn Reichtum eine Gefahr wäre, dann müsste er doch explizit in der Bibel als Sünde deklariert werden. Ich konnte nirgends in der Bibel einen stichfesten Hinweis finden. Dafür bringt Paulus einen anderen Aspekt, nämlich dass Gott reichlich gibt:

Den Reichen in dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen;
1. Tim. 6, 17

Sicher bist Du so schlau festzustellen, dass in dem Wort reichlich das Wort reich enthalten ist. Gott kann uns nicht reichlich geben, wenn Er etwas dagegen hat. Wenn uns Gott etwas reichlich gibt, dann laufen wir in Gefahr, dass wir dies horten. Doch Gott möchte, dass wir dies geniessen. Wir haben manchmal eine andere Einstellung dazu. Vor Jahren habe ich meinem Patensohn ein exklusives Modellauto geschenkt, damit er damit spielen konnte. Als sein Vater das Geschenk sah, sagte er sofort, dass es an einen schönen Ort gestellt wird. Irgendwie löste es eine Reaktion in mir aus. Die Verwendung des Geschenkes entsprach nicht meinen Absichten. Es sollte ein Spielzeug sein und kein Ausstellungsstück. Die Reaktion des Vaters hat etwas über seine Wertvorstellungen gezeigt. Jeder Gegenstand hat eine betragliche Limite, bis zu dieser man den Gegenstand benutzen kann und wenn die Limite überstiegen wird, dann darf man es nur noch als Ausstellungsstück behandeln. So wie dieser Vater hat jeder von uns eine Wertvorstellung jedes einzelnen Gegenstandes. So beurteilt jeder Mensch jeden Gegenstand anders und deshalb sind die Limiten auch jeweils anders.

In dieses Wertesystem kommt nun Gott und sagt, dass alle Dinge dazu da sind um sie zu geniessen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Gegenstand in einem Tresor genossen wird. Dies wird vom Besitzer eher als Wertgegenstand angeschaut. Stellen Sie sich ein Handy (Mobiltelefon) vor, das USD 10’000.00 kostet. Was ist es nun? Vom Preis her sicher ein Wertgegenstand. Die vielen Edelsteine daran rechtfertigen diese Einstufung. Vom Zweck ist es aber ein Gebrauchsgegenstand und darum ist es auch als solchen zu behandeln. (Um ehrlich zu sein, ich würde niemals ein solch teures Handy kaufen, aber ich finde es ein gutes Beispiel wie wir Dinge beurteilen).

Gott gibt uns alle Dinge damit wir sie geniessen und nicht horten können. Man könnte es auch etwas anders formulieren. Jede Sache sollte einen direkten Nutzen bringen. Ein schönes und dazu teures Bild in einem Tresor bringt nicht viel. Wenn es aufgehängt ist, kann man sich jeden Tag daran freuen.

Hat der Gegenstand seinen Nutzen verloren und ist noch in gutem Zustand kann man ihn einfach weitergeben. Eine andere Person hat Freude daran und der Gegenstand erfüllt wieder seinen Zweck. Wir säen etwas und können dafür wieder ernten. Das ist das göttliche Prinzip.

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Geben kann ein effektives Werkzeug für Evangelisation sein

In diesem Beitrag will ich Dir kurz aufzeigen, dass Geldgeben ein effektives Werkzeug für Evangelisation sein kann. Lass uns zuerst eine Stelle im 2. Korintherbrief lesen:

10 Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt, die durch uns wirkt Danksagung an Gott.
12 Denn der Dienst dieser Sammlung hilft nicht allein dem Mangel der Heiligen ab, sondern wirkt auch überschwänglich darin, dass viele Gott danken.
13 Denn für diesen treuen Dienst preisen sie Gott über eurem Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und über der Einfalt eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen.
14 Und in ihrem Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der überschwänglichen Gnade Gottes bei euch.15 Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!
2. Kor. 9, 10 -15

Bei der vorherigen Betrachtung dieser Bibelstelle haben wir gesehen, dass Gott dem Sämann Samen gibt. Er erwartet vom Sämann, dass er diesen Samen sät, damit eine Ernte eingebracht werden kann. Nun tönt das aber sehr selbstbezogen, ist es aber nicht. Mit der Aussaat wird auch in das Leben anderer Menschen oder in Dienste, die das Evangelium verbreiten, gesät. So können wir die Verbreitung des Evangeliums unterstützen, wenn wir gerade nicht in der Lage sind, dies selbst zu tun.

Ein anderer Zweck des Geldgebens ist die Unterstützung von Brüdern und Schwestern im Glauben, aber auch von armen Menschen. Die Empfänger dieser Unterstützung werden, wenn sie aufrichtig sind, dankbar sein. Nicht in erster Linie dankbar gegenüber dem Geber, sondern Gott. Bekommt der Geber zu viel Ehre, kann es darin liegen, dass das Motiv nicht rein ist. Vielmehr sollte Gott in einem solchen Fall zu grosser Ehre kommen.

Geld zu geben kann ein sehr effektives Werkzeug zur Verkündigung des Evangeliums sein. Ein Mensch in Not ist immer offen gegenüber der Person, die die Not lindert oder beseitigt. Das Geben ist eine Form der Nächstenliebe und zeigt, dass man sich um diese Person kümmert. Das geht nicht spurlos an dieser Person vorbei. Ob es nun ausgesprochen wird oder nicht, die Frage wird im Raum stehen: „Wieso hast Du das gemacht?“ Daraufhin kannst Du Deine Beweggründe mitteilen. Wenn Du dadurch Gott die Ehre geben kannst, wird Gott auch diese Situation benutzen um im Leben dieser Person zu wirken.

Gebe nun aber nicht wahllos Geld an irgendwelche Personen. Vielmehr bleibe offen für die Führung Gottes in Deinem Leben. Er wird Dich an die richtigen Personen führen und Dein Vorhaben wird ein Erfolg. Vielleicht wirst Du es sehen oder auch nicht. Das spielt keine Rolle. Du wirst ein inneres Zeugnis haben, das Richtige getan zu haben.

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Die Qualifikation eines Verwalters

In der Bibel taucht immer wieder das Konzept eines Verwalters auf. Damit verbunden sind auch entsprechende Qualifikationen.

10 Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt, die durch uns wirkt Danksagung an Gott.

2. Kor. 9, 10 -11

Viele Christen wünschen sich von die eine oder andere Finanzspritze. Ganz unbewusst meinen sie, dass Gott ein grosser Automat sei. „Wenn ich oben ein Gebet ‚einwerfe‘, dann kommen unten die grossen Scheine raus.“ Aber da liegen sie falsch. Er ist kein Automat. Darum funktioniert es in keinem Bereich im Leben, wenn man ein wenig Gott gibt, was immer es auch ist, und dafür dann gross abkassiert. Der Austausch bei Gott geschieht über die Beziehung. Sicher mögen Sie Menschen auch nicht besonders, die immer dann auftauchen, wenn sie etwas benötigen. Noch bevor sie etwas sagen, könnte man sie schon danach fragen, was sie gerne hätten. Nun es gibt auch Menschen, die so mit Gott umgehen. Und bestimmt hat Gott auch keine grosse Freude an diesen Menschen, geschweige denn der Bitte zu entsprechen.

Neben einer kontinuierlichen Gemeinschaft mit Gott braucht es auch eine andere Qualität, damit Gott grössere Finanzen ins Leben eines Menschen fliessen lassen kann. Man kann sie mit dem Wort Verwalterschaft umschreiben. Geld kann das Leben eines Menschen zerstören. Denken Sie nur einmal an einen Drogensüchtigen. Hat er sehr viel Geld, wird er auch seinen Drogenkonsum massiv steigern. Die andere Gefahr mit viel Geld ist, dass man das Geld für sich behält. Beide Beispiele zeigen, wie ein Verwalter nicht sein sollte.

Unsere Bibelstelle sagt, dass Gott dem Sämann Samen gibt. Hier verwendet Paulus ein Bild aus der Landwirtschaft um das Prinzip der Verwalterschaft zu erklären. Gott gibt also nicht dem Mann oder Frau Samen, der oder die es dann für sich behält. Nein, sondern demjenigen, der auch weitergibt, wird von Gott gegeben. Eine unserer allgemeinen Berufung ist es, gesegnet zu sein, um ein Segen für andere Menschen oder gar Nationen zu sein.

Das Prinzip der Verwalterschaft geht noch einen Schritt weiter. Es genügt nicht, dass wir einfach das erhaltene Geld oder Gut an andere Menschen weitergeben. Die Eigenschaft eines Verwalters ist es, dass ihm das Geld oder Gut anvertraut worden ist. Es gehört ihm nicht. Darum muss er sich an gewisse Regeln halten. Auf die Beziehung zu Gott bedeutet dies, dass Gott sagen kann, wo wir das Geld hingeben sollen. Das verlangt von uns, dass wir Seine Stimme klar hören und dann auch gehorsam sind, es auszuführen.

Ich glaube, dass Gott in der heutigen Zeit nach solchen Verwalter Ausschau hält. Es ist so wichtig, dass Geld in das Königreich Gottes fliesst, damit Gott sagen kann, was mit dem Geld geschehen soll und so an die richtige Stelle kommt. Es soll kein Mangel im Reich Gottes herrschen. Sind Sie ein solcher Verwalter oder Verwalterin?

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