Der Zehnte

Der Zehnte: ein Gesetz oder überhaupt nicht beachten?

Immer wieder gibt es Diskussionen um den Zehnten. Für die einen ist das Geben des Zehnten ein Gesetz aus dem Alten Testament und deshalb nicht mehr gültig und für die anderen ein finanzieller Aspekt in der Bibel, den man besser ausser Acht lässt. Was ist nun der Zehnte?

Der Zehnte wird zum ersten Mal im Zusammenhang mit Abram erwähnt. In 1. Mose 14 lesen wir, dass Lot gefangen genommen wurde und mit ihm nahmen sie auch sein Hab und Gut. Abram konnte Lot befreien und sein Hab und Gut wieder zurückerlangen. Daraufhin kam es zu einer Begegnung zwischen Abram und Melchisedek:

„Und Melchisedek, {König der Gerechtigkeit} König von Salem, {Friede, Wohlfahrt} brachte Brot und Wein heraus; und er war Priester Gottes, des Höchsten. Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt! Und gepriesen sei Gott, der Höchste, der deine Feinde in deine Hand geliefert hat! Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.“  1. Mose 14, 18 -20 (in Klammern Kommentar der Elberfelder-Uebersetzung)

Die Gelehrten sind sich einig, dass es sich bei Melchisedek um einen alttestamentlichen Typus von Jesus handelt, der heute den Titel Friedefürst hat. Somit hat Abram letztendlich den Zehnten Gott gegeben. Er hatte dies mehrere hundert Jahre vor dem mosaischen Gesetz getan.

Jakob gibt den Zehnten

Die zweite Erwähnung des Zehnten-Gebens lesen wir im Zusammenhang mit Jakob, einem Neffen von Abram. Eines Nachts hatte Jakob den Traum von der Himmelsleiter. In diesem Traum bestätigte Gott die Beziehung zu seinen Vorfahren Abraham und Isaak und gab ihm eine Verheissung. Am Ende gab Jakob dieses Versprechen ab:

Und dieser Stein, den ich als Denkmal aufgestellt habe, soll ein Haus Gottes sein; und von allem, was du mir geben wirst, werde ich dir gewisslich den Zehnten geben.  1. Mose 28, 22

Wir sehen hier, dass Jakob die Gepflogenheit seines Grossvaters übernommen und weiter geführt hat. Auch Jakob hatte lange vor dem Erlass der Gesetze im Sinai durch Mose gelebt. Der Zehnte ist deshalb ausserhalb des Gesetzes entstanden und wurde in das Gesetz aufgenommen.

Der Zehnte wird Teil des Gesetzes

Gott gab Mose Erlasse über den Zehnten. So in 3. Mose 27,30 oder 5. Mose 14,22. Dadurch wurde der Zehnte auch Teil des Gesetzes.

Im Neuen Testament werden wir nirgends aufgefordert, den Zehnten zu geben. Das soll nicht heissen, dass wir unter dem neuen Bund nicht mehr den Zehnten geben sollen, weil der neue den alten Bund ersetzt. Im Neuen Testament gibt es keine Aufforderung, weil es eine etablierte Angelegenheit war. Oft ist davon die Rede, dass Menschen den Zehnten geben. Jesus hatte die Pharisäer im Zusammenhang mit dem Zehnten kritisiert. Dabei war der Zehnte nicht das Zentrale, sondern die Befolgung von wichtigeren Gesetzen. Jesus hatte niemals den Zehnten geben in ganz kleinen Dingen zurückgewiesen. Wenn Er es in kleinen Dingen nicht tat, dann auch nicht in grossen Dingen.

Berauben wir Gott?

Gemäss Maleachi 3 berauben wir Gott, wenn wir Ihm nicht den Zehnten geben. Gott benötigt den Zehnten, damit Er seinen Bund auf Erden aufrichten kann. Er benötigt das Geld, das von Menschen geschaffen wurde. Ja, Gott ist allmächtig, aber Er kann kein Geld machen, sonst wäre Er ein Fälscher. Das Geld muss durch Menschen zu Seiner Verfügungsgewalt gelangen. Indem wir nicht den Zehnten geben, begrenzen wir Gott in Seinem Wirken. Doch wir schneiden uns auch ins eigene Fleisch. Gott verheisst uns einen überfliessenden Segen. Ist damit ein geistlicher Segen gemeint? In einem gewissen Sinne Ja, doch dieser geistliche Segen manifestiert sich in materiellen Dingen. Eine Bibelübersetzung sagt, dass der Segen so gross sein wird, dass wir dafür keinen Raum haben werden. Für einen rein geistlichen Segen brauchen wir keinen Raum.

Warum den Zehnten geben?

Es gibt viele Christen, die sagen, dass sie es sich nicht erlauben können, den Zehnten zu geben. Ich kann mir nicht erlauben, nicht den Zehnten zu geben. Ich kann es mir nicht erlauben, dass Lebensmittel scheinbar aus unerklärlichen Gründen verderben oder dass Dinge des täglichen Bedarfs defekt werden und ich dafür Geld ausgeben muss. Auch das ist ein Segen, der in Maleachi 3 verheissen ist, dass solche Dinge nicht geschehen.

Ein Prediger hat gesagt, dass der Zehnte wie eine Versicherung ist, damit, wie die Bibel sagt, der Fresser nicht kommt und unnötig Schaden anrichtet. Dies ist ein guter Aspekt des Zehntengebens, doch nicht der einzige.

Wir ehren Gott damit

Durch unser Geben des Zehnten ehren wir Gott und geben zum Ausdruck, dass Er uns eigentlich alles gibt, damit wir ein Einkommen machen: die physische Kraft, die Ideen, die Gesundheit, die Gunst bei Menschen usw. Gott ist unser Versorger und wenn wir Ihm den Zehnten geben, dann geben wir Ihm ein kleines Dankeschön.

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Gott hat auch ein Wunder für Dich bereit

Wie eine Frau ein Wunder erlebt

Der Ausgangstext für unsere Betrachtung ist im 2. Buch der Könige, Kapitel 4, Vers 1 – 7 aufgeschrieben. Lasst uns diesen Text über ein Wunder zuerst lesen bevor wir uns darüber Gedanken machen.

Und eine Frau unter den Frauen der Prophetensöhne schrie zu Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben; aber du weisst, dass er, dein Knecht, den HERRN fürchtete. Nun kommt der Gläubiger und will sich meine beiden Söhne zu Knechten nehmen! Elisa sprach zu ihr: Was soll ich für dich tun? Sage mir, was hast du im Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause als einen Krug mit Öl! Er sprach: Gehe hin und erbitte dir draussen Gefässe von allen deinen Nachbarinnen, leere Gefässe, und derselben nicht wenige; und gehe hinein und schliesse die Tür hinter dir und deinen Söhnen zu und giesse in alle diese Gefässe; und was voll ist, trage weg! Sie ging von ihm und schloss die Tür hinter sich und ihren Söhnen zu; die brachten ihr die Gefässe, und sie goss ein. Und als die Gefässe voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäss her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäss mehr hier! Da stockte das Öl. Und sie ging hin und sagte es dem Manne Gottes. Er sprach: Gehe hin, verkaufe das Öl und bezahle deine Schuld; du aber und deine Söhne möget von dem Übrigen leben!

Grosses finanzielles Problem

Die Frau in der Geschichte hat ein grosses finanzielles Problem. Das Problem ist so gross, dass der Gläubiger kommt und ihre beiden Söhne wegnehmen will. Wenn wir die Geschichte aber näher betrachten, dann hat die Frau nicht nur ein finanzielles Problem, sondern gleich drei Probleme. Ihr Mann hatte Schulden gemacht und ist dann gestorben. So hat sie ein finanzielles Problem aus der Vergangenheit. Nicht genug damit, nun hat sie auch noch ein aktuelles Problem. Ihr Mann, der Versorger der Familie, ist gestorben und kann nicht mehr für die Familie aufkommen. Nicht genug damit! Es kommt noch der Gläubiger und will ihre beiden Söhne wegnehmen. Zu dieser Zeit waren die Kinder die Altersversorgung der Eltern. Sobald die Eltern ein gewisses Alter erreicht haben, sorgten die Kinder für die Eltern. Und hier haben wir das dritte Problem. Die Frau hat nicht einmal eine finanzielle Zukunft, denn die Altersversorgung sollte ihr weggenommen werden.

Erster Schritt zur Lösung

Schon in Vers 1 lesen wir, dass die Frau zu Elisa schrie. Eigentlich schrie sie zu Gott. Sie war so verzweifelt, dass sie schrie, doch sie tat es im Glauben, denn sie wusste, dass der Gott Israels für Witwen und Waisen sorgte. In ihrer ausweglosen Situation hatte sie das einzig Richtige getan und sich an den lebendigen Gott gewandt. Damit hat sie den ersten Schritt zur Lösung ihres finanziellen Problems getan. Sie hatte sich an Elisa als ein Stellvertreter Gottes auf dieser Erde gewandt.

Tätig werden

Elisa sprach zu ihr: Was soll ich für dich tun? Sage mir, was hast du im Hause?
So fragte Elisa, was er respektive Gott für sie tun konnte. Oft bitten wir Gott, dass er etwas in unserem Leben machen sollte. Einfach irgendetwas. Doch Gott möchte, dass wir uns bewusst sind, was wir eigentlich von Gott erhalten möchten. Darum stellt Elisa auch diese Frage. Auch Jesus stellte solche Fragen. Nach etwas Überlegung erinnert sich die Frau, dass sie noch einen Krug mit Öl im Haus hat. Dies ist dann auch der Ausgangspunkt für Gottes Wunder. Er (Elisa) sprach: Gehe hin und erbitte dir draussen Gefässe von allen deinen Nachbarinnen, leere Gefässe, und derselben nicht wenige; und gehe hinein und schliesse die Tür hinter dir und deinen Söhnen zu und giesse in alle diese Gefässe; und was voll ist, trage weg!

Gottes Wunder wird begrenzt

Die Frau und ihre beiden Söhne sammelten Gefässe aus der ganzen Nachbarschaft. So goss die Frau Öl aus ihrem Krug in das erste Gefäss, in das zweite Gefäss usw. So machte sie es bis zum letzten Gefäss. Eigentlich setzte sie selbst die Begrenzung von Gottes Wunder. Sie hätte vermutlich noch viel mehr Gefässe sammeln und somit auch füllen können. Trotzdem war das Wunder Gottes so gross, dass die Frau ihre Schulden bezahlen konnte. Nicht nur waren ihre Schulden beglichen, sondern sie und ihre Söhne konnten vom Rest leben.

Was ist passiert?

Ich möchte nochmals kurz zusammenfassen wie in dieser Geschichte die Lösung des Problems aussah:

  1. die Frau wandte sich in ihrem Problem im Glauben an Gott.
  2. Gott gibt ihr ein Wort und sie handelt gemäss diesem Wort.
  3. die Frau überlässt Gott etwas, das für sie wertvoll ist.

Wie wir sehen segnete Gott die Frau nicht einfach ein bisschen. Er antwortete auf die Situation mit einem Wunder der Multiplikation. Wir wissen, dass Gott derselbe ist, gestern, heute und in alle Ewigkeit. Was er dieser Frau getan hatte, kann er auch heute für uns tun. Gehen wir mit unserem Problem demütig zu Gott, er wird zu uns reden und wir handeln nach seinem Wort. So können wir Gottes Güte in unserem Leben erfahren.

Was geht die Geschichte Dich an?

Gott ist ein guter Gott und er meint es gut mit Dir. Er möchte Dich segnen, doch er erwartet den gleichen Glauben wie diese Frau in unserer Geschichte. Gott macht keinen Unterschied zwischen Dir und dieser Frau. Wenn Du im Glauben handelst, dann wird Gott darauf reagieren. Ich ermutige Dich, viele solcher Schritte im Glauben zu machen und Du darfst Gott in Deinem Leben erfahren.

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Christ und Reichtum, geht das zusammen?

Ausgangslage

Es gibt Christen, die schon beim Lesen dieses Titels ein rotes Tuch sehen. Für sie ist Christsein und Reichtum nicht vereinbar. Ich kann mich mit diesen Christen identifizieren, denn lange habe ich auch in einem solchen Umfeld gelebt. Man hat mir gesagt, dass Bescheidenheit in materiellen Dingen eine Form der Demut sei. So wurde der reiche Jüngling angeführt, der zu Jesus kam und ihm nachfolgen wollte, doch Jesus sagte ihm, dass er seinen Besitz weggeben sollte. Eine andere bekannte Stelle wird angeführt, die besagt, dass eher ein Kamel durchs Nadelöhr geht als ein Reicher ins Himmelreich. Die Kirchengeschichte kennt die Biografie von Franz von Assisi, der das wohlhabende Elternhaus verliess, um in einfachen Verhältnissen zu leben. Ich glaube nicht, dass Franz von Assisi falsch gehandelt hat, aber man darf daraus nicht eine allgemeine christliche Wahrheit machen. In der Zwischenzeit habe ich viel gelernt. Eines ist, dass wir die Bibel zur Grundlage des christlichen Lebens machen und das andere, dass die Bibel sich immer selbst auslegt.

Von diesem Standpunkt her betrachtet ist es nicht verwunderlich, dass die Bibelübersetzer mit dem folgenden Bibelvers ihre Mühe hatten:

„Sondern du sollst des HERRN, deines Gottes, gedenken; denn er ist es, der dir Kraft gibt, solchen Reichtum zu erwerben (Elberfelder: Vermögen zu schaffen); auf dass er seinen Bund aufrechterhalte, den er deinen Vätern geschworen hat, wie es heute geschieht.“ (Schlachter) 5. Mose 8, 18

Ich habe drei deutsche Bibelübersetzungen angeschaut und alle drei übersetzen den Text verschieden. Ich bin überzeugt, dass die Schlachter und die Elberfelder Übersetzung den Sinn des Urtextes am besten wiedergeben.

Hat Gott etwas gegen Reichtum?

Wenn Gott etwas gegen Reichtum hätte, dann dürften verschiedene Personen nicht in der Bibel vorkommen. Es wären dies Abraham, Jakob, Josef, Hiob, David und Salomo, um nur einige zu nennen. Diese Personen waren für ihre Zeit sehr reich. Nirgends in der Bibel steht geschrieben, dass diese Männer wegen ihres Reichtums nicht in den Himmel kamen. Die Bibel bezeichnet sogar den Reichtum dieser Männer als ein Segen Gottes. Somit kann sich der Glaube an Gott und Reichtum nicht gegenseitig ausschliessen. Es gibt viele Menschen, die Reichtum und die Liebe zum Geld als Synonym ansehen. Die Liebe zum Geld ist kein Ersatz für den Glauben an Gott. Dagegen kann Reichtum aus einer tiefen Beziehung zu Gott entstehen.

Definition von Reichtum

Der Duden definiert Reichtum als grossen Besitz an Vermögen, was wiederum als Fähigkeit oder Besitz, der einen materiellen Wert darstellt, definiert wird. Somit haben wir das Vermögen ein Vermögen zu schaffen. Somit kommen wir zurück auf die oben erwähnte Bibelstelle und sehen, dass Gott uns die Kraft oder eben das Vermögen gibt, dass wir Vermögen schaffen.

Reich werden folgt gewissen Gesetzmässigkeiten

Warum gibt es reiche oder sehr reiche Menschen auf dieser Erde? Nicht jeder dieser Menschen kann als von Gott gesegneter Mensch bezeichnet werden. Doch etwas haben diese Menschen gemeinsam. Sie haben eine Fähigkeit oder ein Produkt, das die Menschen haben wollen und dabei auch bereit sind, Geld dafür zu geben. Diese Menschen haben für sich erkannt, wie Geld in ihr Leben fliessen kann. Dies ist eine Gesetzmässigkeit und Unternehmer auf der ganzen Welt bedienen sich dieser Gesetzmässigkeit.

Von den Fähigkeiten, Wohlstand zu schaffen

In der aufgeführten Bibelstelle sehen wir, dass Gott uns die Fähigkeit gibt, Wohlstand zu schaffen. Er ist es eigentlich, der die Ehre bekommt, wenn wir zu Wohlstand kommen. Unsere Fähigkeiten, die diesen Wohlstand schaffen, kommen von Gott. Ich möchte hier einige Punkte aufführen, die diese Fähigkeiten ausmachen.

Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Kreativität. Stellen Sie sich Herr Müller vor, der von einem Tag auf den anderen seinen ganzen Besitz und seine Arbeit verliert und auch keinen Ort zum Wohnen hat. Nun, Herr Müller ist nicht hoffnungslos verloren. Wenn er einen gesunden Menschenverstand hat, dann wird er sich überlegen, wie er zu Geld kommt. Hier fängt der kreative Prozess an. Drei Möglichkeiten stehen ihm offen: er geht betteln, er sucht sich Arbeit oder er bietet etwas an, dass die Menschen abkaufen. Zugegeben, betteln ist nicht gerade kreativ. Während die anderen beiden Lösungen in einem gewissen Masse Kreativität brauchen. Als Angestellter kommt eine schöne Summe Geld jeden Monat herein, doch davon wird man nicht reich. Jeden Monat bekommt man einen fixen Betrag. Ist man als „Unternehmer“ tätig, dann kann das Einkommen viel flexibler sein. Vielleicht bekommt man einen Monat weniger als wenn man angestellt ist, dafür kann aber das Einkommen auch den Lohn eines Angestellten bei weitem übertreffen. Weiter oben habe ich verschiedene Personen aus der Bibel aufgeführt, davon waren die meisten als „Unternehmer“ tätig.

Gottes Kreativität in uns

Am Anfang der Bibel lesen wir von Gott, wie er das Universum, die Erde, die Pflanzen, die Tiere und den Menschen schuf. Er war sehr kreativ. Das sehen wir auch daran, dass er von einer Tiergattung mehrere Arten schuf. Somit können wir sagen, dass ein Wesenszug von Gott die Kreativität ist. Weiter lesen wir in der Bibel, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit haben auch wir diese Kreativität in uns.

Weitere Fähigkeiten, die wir von Gott erhalten haben, sind das logische Denkvermögen, das Erinnerungsvermögen und die körperliche Kraft. Ist es nicht erstaunlich, dass wir sozusagen total kaputt zu Bett gehen und am nächsten Tag stehen wir mit neuer Kraft wieder auf. Die Wissenschaft kann sich das nicht erklären. Ich bin überzeugt, dass Gott diese Fähigkeit in unseren Körper gelegt hat.

Zurückbesinnen

Viele Menschen prallen damit, wie gut sie sind und welche grossartigen Fähigkeiten sie haben. Sie beziehen diese Fähigkeiten auf sich und vergessen, dass sie eigentlich von Gott kommen. Sobald es uns materiell gut geht, geraten wir in die Gefahr, dass wir das selbst zu Stande gebracht haben. Darum ist es wichtig, dass wir zurück zum Ursprung unserer Fähigkeiten kommen. Dieser Ursprung bis bekanntlich Gott. Darum sollen wir daran denken, wenn es uns gut geht, dass er uns die Fähigkeiten gegeben hat. Ich glaube nicht, dass wir einfach in unseren Gedanken an Gott denken, sondern dass wir vom Menschen Gott die Ehre geben und auch materiell etwas Gott zurückgeben. Unser Leben ist ein Geben und Nehmen.

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Gott beim Wort nehmen oder Seine Verheissungen beanspruchen

Gott beim Wort nehmen bedeutet auch Seine Verheissungen beanspruchen

Wie können wir Gott beim Wort nehmen oder Seine Verheissungen beanspruchen? Bei Menschen ist das einfach. Bei Gott tun wir uns schon schwieriger. Die folgenden Ausführungen sollen Dir helfen, Gott wirklich beim Wort zu nehmen.

Möglicher Umgang mit der Bibel

Wenn uns ein Mensch irgendetwas sagt, dann hören wir es und wir nehmen diese Person beim Wort, weil wir darauf vertrauen, dass er/sie die Wahrheit sagt. Das tönt doch recht einfach. Wenn ich jetzt schreibe, dass dies bei Gott genauso funktioniert, dann höre ich schon die vielen Wenn und Aber. Diese Wenn und Aber sind eine Folge unseres Verständnisses über das Wort Gottes, die Bibel, und wie Er zu uns redet. Als Grundlage dient zuallererst die Autorität der Bibel. Wie schon gesagt ist die Bibel das Wort Gottes. Leider wird von vielen Kanzeln bildlich gesprochen Teile aus der Bibel gestrichen. Würde man diese „revidierte Fassung“ drucken, käme ein dünnes Büchlein heraus. Tatsache ist, dass die ganze Bibel (ohne Apogryphen) eine von Gott inspirierte Schrift ist.

„Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, dass ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt.“ (2.Tim. 3, 16-17)

Die Bibel ist alles was wir brauchen, damit wir als ein Kind Gottes vollkommen sein können. Wenn wir Stellen aus der Bibel „streichen“, dann berauben wir uns selbst. Es gibt hauptsächlich zwei Methoden, wie wir Bibelstellen „streichen“ oder „ungültig machen“ können:

Tradition

Traditionen können entweder über Generationen weitergegeben werden oder sich einfach im Leben einschleichen. Die Bibel warnt uns vor Traditionen:

„und ihr habt so das Gebot Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen (Mt 15, 6).“

Englische Übersetzungen verwenden für das Wort Überlieferung Tradition.

Verstandesmässiges Beurteilen

Darunter fällt, dass wir Dinge nach unserem Wissensstand beurteilen, sei das Schulwissen oder Wissen aus Erfahrung. Die Bibel ist aber kein wissenschaftliches Buch, sondern muss geistlich beurteilt werden:

„und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich beurteilen.“ (1. Kor 2, 13).

Eine sehr wichtige Voraussetzung, um Gott beim Wort zu nehmen ist, dass wir der Bibel im ganzen Umfang die Autorität der von Gott inspirierten Schrift einräumen. Nicht Traditionen oder Erfahrungen sollen den Umfang der Bibel schmälern oder das Verständnis der Bibel trüben. Gott soll ungefiltert zu uns sprechen können.

Arten wie Gott zu uns sprechen kann

Somit sind wir bei der ersten Art, wie Gott zu uns sprechen kann. Es ist die Bibel. Die Bibel ist nicht einfach ein Geschichts-, Gesetz- oder Lehrbuch. Es ist ein Buch, das uns Informationen geben kann. Es ist aber auch ein Buch, durch das uns Gott Offenbarungen geben kann. Eine Information ist, dass Jesus vor 2’000 Jahren auf dieser Erde war, gute Dinge tat, am Kreuz starb und auferstand. Jemand mag diese Informationen in der Bibel lesen und plötzlich erkennen, dass dieser Jesus für seine Sünden ans Kreuz ging. Aus Informationen wurden Offenbarung (der Aha-Effekt oder es hat gedämmert). Die Informationen in der Bibel werden immer gleich bleiben, aber Offenbarungen können ein Leben lang aus der Bibel hervorkommen. Darum ist es wichtig, regelmässig und häufig in der Bibel zu lesen.

Gott besser kennen lernen

Mit dem Studium der Bibel lernen wir Gott besser kennen. Wir lernen Seinen Willen und Seinen Charakter kennen und kennen Seine Verheissungen. Dadurch lernen wir auch besser zu verstehen, wie Gott zu uns sprechen kann. Wir müssen in der Lage sein, in jeder Situation die Stimme Gottes zu erkennen, denn wir haben nicht immer die Bibel bei uns oder nicht in jeder Situation haben wir die Möglichkeit ein Time Out zu nehmen und die richtige Bibelstelle herauszufinden. Darum hat auch Josua folgendes Gebot erhalten:

„Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf dass du haltest und tuest allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht. Alsdann wird es dir gelingen in allem, was du tust, und wirst weise handeln können.“ (Jos 1, 8)

Nehmen Sie nun diese Bibelstelle als Information zur Kenntnis und gehen davon aus, dass Josua wegen der Befolgung dieses Gebotes so erfolgreich war? Oder beanspruche diese Bibelstelle für Dich und leben danach, weil es zu einer Offenbarung wurde und Du danach leben willst. Wie auch immer Du diese Bibelstelle anschaust, Gott will das, was Er zu Josua sprach, auch in Deinem Leben sehen. Es gibt so viele Stellen in der Bibel, die wir einfach als Information anschauen können oder wir wirklich Gott beim Wort nehmen und es in unserem Leben anwenden können.

Welche Einstellung hast Du zur Bibel?

Die Bibel ist voller Verheissungen oder Prophezeiungen. Viele Prophezeiungen sind schon eingetroffen, einige sind sich gerade am Erfüllen und weitere warten noch darauf, dass sie in Erfüllung gehen. Verheissungen können wir in Anspruch nehmen, müssen es aber nicht unbedingt. Es liegt an uns, was wir mit ihnen machen. Welche Vernunftsschlüsse lassen wir zu? Gelten die Verheissungen nur der Person, an die sie gerichtet wurde? Vor Gott sind alle Menschen gleich, deshalb können wir jede Verheissung auch für uns persönlich in Anspruch nehmen. Dies geschieht am Einfachsten, wenn wir Gott und Seinem Wort, der Bibel, vollkommen vertrauen. Vielleicht hören Sie noch das Echo der Frage aus dem Garten Eden: „Hat Gott wirklich gesagt?“ Versucht der Teufel nicht auch heute noch die Aussagen Gottes bei uns zu hinterfragen? Adam und Eva hatten auf diese Frage keine verbale Antwort gegeben. Erst Jesus hat die Frage beantwortet als Er vom Teufel versucht wurde. Dreimal versuchte ihn der Teufel. Dreimal hat Jesus darauf geantwortet: „ES STEHT GESCHRIEBEN!“ Jesus hat nicht mit dem Teufel diskutiert, sondern hat sich auf das Wort Gottes gestellt und klar gemacht, was Sache ist. Nach drei Versuchen musste der Teufel kapitulieren. Das Wort Gottes ist eine mächtige Waffe gegen den Teufel. Deshalb versucht der Teufel dem Wort Gottes die Kraft zu nehmen, indem er die Bibel verwässert, sie den Menschen vorenthält (wie im Mittelalter) oder Teile der Bibel anzweifeln lässt.

Jesus als Vorbild

Wenn Jesus schon ganz klar auf dem Wort stehen musste, wie viel mehr wir. Wenn wir Gott bei Seinem Wort nehmen, können wir den Teufel im eigenen Leben in die Flucht schlagen und grosse Dinge für Gott zustande bringen. Petrus brauchte die Aufforderung von Jesus, um aus dem Boot zu steigen und auf dem Wasser zu gehen. Auch wir sind immer wieder aufgefordert, bildlich aus dem Boot zu steigen, auf Gottes Wort zu gehen und damit Jesus zu begegnen. Ich wünsche Dir viele aufregende Erfahrungen mit dem Wort Gottes und wenn Du möchtest, berichte mir von Deinen Erfahrungen.

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