Der neue Bund

In der Bibel wird hauptsächlich von zwei Bünden geredet. Sie werden normalerweise als alten und neuen Bund bezeichnet. Unter dem alten Bund versteht man den Bund mit Mose und dem Volk Israel. Der neue Bund hat Jesus geschaffen. In der Bibel lesen wir immer wieder über diesen neuen Bund. Das wird in der Gemeinde auch vorgelesen, aber nicht gross kommentiert. Was mich immer stutzig machte, war die Tatsache, dass der neue Bund besser ist als der alte. Diese Aussage finden wir in (Hebr. 8, 6). Wie kann das sein? Die Praxis und was gelehrt wird/wurde, stellte diesen neuen und besseren Bund in Frage. So tappte ich viele Jahre ja sogar Jahrzehnte im Dunkeln darüber. Bis ich eines Tages einen Hinweis bekam. Plötzlich bekam ich eine andere Sicht auf die Bibel. Doch dies war erst der Anfang einer spannenden Entdeckungsreise. Mittlerweile habe ich schon einiges entdeckt und trotzdem gibt es noch viel mehr zu entdecken. Ich will dich auf diese Reise mitnehmen. Bist du dabei? Ich werde an dieser Stelle regelmässig über den neuen Bund und dazugehörige Themen schreiben.

Die verschiedenen Bünde

In der Bibel können wir acht verschiedene Bünde unterscheiden, die die Absichten Gottes mit den Menschen enthalten. Diese acht Bünde lassen sich in allgemeine Bünde:

  • Bund in Eden (1. Mose 2, 16)

  • Bund mit Adam (1. Mose 3, 15)

  • Bund mit Noah (1. Mose 9, 16)

sowie Bünde mit dem Volk Israel oder einer einzelnen Person aus dem Volk Israel:

  • Bund mit Abraham (1. Mose 12, 2)

  • Bund mit Mose (2. Mose 19, 5)

  • Bund in Palästina (5. Mose 30, 3)

  • Bund mit David (2. Sam. 7, 16) und

  • Neuer Bund (Hebr. 8, 8)

aufteilen.

Ich habe die verschiedenen Bünde so detailliert aufgezählt, um auch zu zeigen, mit wem Gott einen Bund gemacht hat und wem er schlussendlich gilt. Die allgemeinen Bünde gelten der ganzen Menschheit, weil Adam und Noah zu ihrer Zeit die ganze Menschheit repräsentierten.

Was ist ein Bund?

Meine Scofield-Bibel definiert einen Bund wie folgt: «Ein Bund ist eine souveräne Verkündigung Gottes, durch die Er ein Verhältnis der Verantwortlichkeit herstellt.» Durch einen Bund gibt also Gott einen Teil Seiner Souveränität ab. Auf der einen Seite des Bundes steht Gott. Auf der anderen Seite steht je nach Bund ein Mensch, ein Volk oder die Menschheit. Von Gottes Seite her gibt es keine Bedingungen. Wenn Gott sagt: «Ich will..», dann wird Er es auch machen. Wichtig aber von Seiten der Menschen ist die Antwort von uns Menschen darauf. Wenn wir Verheissungen Gottes erhalten und schon sehr viele bereits erhalten haben, dann liegt es an uns, ob wir sie annehmen. Man könnte es mit einem Geschenk vergleichen. Wenn jede Verheissung ein Geschenk ist, dann wird dieses Geschenk dem Empfänger angeboten. Solange der Empfänger dieses Geschenk nicht entgegennimmt, hat er es einfach noch nicht. Das Geschenk kann seine volle Wirkung beim Beschenkten nicht entfalten. Jede Verheissung Gottes muss von uns im Glauben angenommen werden. Jede Verheissung ist auch ein Ausdruck des entsprechenden Bundes.

Wie geht es weiter?

In den folgenden Beiträgen schreibe ich über den alten Bund, also den Bund mit Mose, und dem neuen Bund. Ich werde dir Dinge aufzeigen, die dich vermutlich erstaunen werden, aber es wird dein Leben als Christ in einem neuen Licht sehen lassen und die Umsetzung wird für dich leichter.

Damit du keinen Beitrag verpasst, abonniere gleich meinen Blog.

Teile den Inhalt mit anderen

Zwei Arten der Gerechtigkeit

Die Bibel beschreibt zwei Arten der Gerechtigkeit:

  • Die Gerechtigkeit aus Werken oder aus dem Gesetz
  • Die Gerechtigkeit aus Glauben

Gerechtigkeit aus Werken

Das sind die Grundlagen der Gerechtigkeit aus dem Gesetz:

  • der mosaische Bund
  • die zehn Gebote
  • das mosaische Gesetz (mit über 600 Vorschriften)

Was schreibt Paulus dazu?

Römer 10, 5
5 Denn Mose beschreibt die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: „Der Mensch, der diese Dinge getan hat, wird durch sie leben.“

Wer kann von sich behaupten, dass er/sie das ganze Gesetz eingehalten hat? Würden wir uns an dem mosaischen Gesetz messen, dann hat jeder irgendwann gesündigt. Unter diesem Gesetz ist es auch unmöglich, dass unsere Sünden vernichtet werden. Sie werden bloss zugedeckt.

5. Mose 28 gibt eine Auflistung über die Segnungen des Herrn, wenn die Menschen unter dem Gesetz seine Gebote halten, und die Flüche, wenn sie sie nicht halten.

Galater 3,13

Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist – denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!“

Die Segnungen in 5. Mose 28 können wir in Anspruch nehmen, weil wir in Christus sind.

Der mosaische oder Alte Bund wurde zwischen Gott und dem Volk Israel gemacht. Darüber sind sich die Gelehrten einig. Wir als Menschen »aus den Heiden« waren nie Teil dieses Bundes und somit auch nicht verpflichtet, die Bedingungen einzuhalten. Mit der Errettung und neuen Geburt sind wir direkt Nutzniesser des neuen Bundes, was die Gerechtigkeit aus Glauben beinhaltet.

Gerechtigkeit aus Glauben

Ich möchte hier noch zwei Aussagen von Paulus anbringen:

Galater 2, 16 (Roth)

Aber da wir verstanden haben, dass kein Mensch aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern einzig durch Glauben an Jesus Christus, so haben auch wir an Christus Jesus geglaubt, damit wir gerechtfertigt würden aus Glauben an Christus und nicht aus Werken des Gesetzes, weil ja aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird.

Römer 3, 19-24

19 Wir wissen aber, dass alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sei. 20 Darum: Aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durchs Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. 21 Jetzt aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit offenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: 22 Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, 23 denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes 24 und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.

Wie sieht die Gerechtigkeit aus Glauben praktisch aus?

Römer 10, 8

8 Sondern was sagt sie (die Gerechtigkeit aus Glauben)? „Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen.“ Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, 9 dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du gerettet werden wirst. 10 Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.

Jesus hat alle unsere Sünden getragen. Damit sind alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Sünden gemeint. Die Strafe für unsere Sünden lag auf Jesus. Wir werden für unsere Sünden nicht von Gott gestraft. Ist das nun ein Freipass für Sünde? Nein, auf gar keinen Fall! Wenn wir sündigen, dann tragen wir immer noch die Konsequenzen oder im schlimmsten Fall muss uns Gott züchtigen (bitte richtig verstehen, es handelt sich hier auch nicht um eine Strafe).

Jesus sagt in Matthäus 6, 33 AMP

Aber suche (ziele auf und strebe danach) zuallererst Sein Königreich und Seine Gerechtigkeit (Seine Art und Weise es zu tun und richtig zu sein) und dann werden alle diese Dinge zusammengenommen dir so nebenbei gegeben werden.

Wieso hat es Jesus so gesagt? Weil es den neuen Bund zu diesem Zeitpunkt noch nicht gab. Mit der neuen Schöpfung sind wir in das Reich Gottes versetzt. Durch Jesus sind wir gerecht. Gott hat das Gesetz auf unsere Herzen geschrieben. Wir leben und handeln in Gerechtigkeit. Jesus gibt uns eine Verheissung: »alle diese Dinge« beziehen sich auf das, was wir zum Leben brauchen. Er versorgt uns.

 

 

Teile den Inhalt mit anderen

Was Du über Gottes Charakter wissen solltest

Wer ist Gott und wie ist sein Charakter?

Als Christen glauben wir an Gott. Doch viele haben nur ein wages Bild über Gott und leben dadurch auch in einer Unsicherheit über Gott und seinen Willen. Diese Zeilen sollen ein Anstoss und ein Anfang sein, um Gott besser zu verstehen. Er ist nicht irgendeine Macht, ein Energiefeld, ein Geist, sondern eine Persönlichkeit. Immer wieder stellt sich Gott in der Bibel mit einer Facette seiner Person uns Menschen vor. Lerne mehr über Gottes Charakter.

Die Einheit Gottes

Dem Volk Israel gibt er zu verstehen, dass er eins ist:

„Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein (5Mo 6,4).“

Das Wort „allein“ bedeutet im Hebräischen, dass Gott mehrere Personen in sich vereint. Das kommt auch in 1Mo 2,24 zum Ausdruck:

Darum wird der Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, dass sie zu einem Fleische werden.

An einer anderen Stelle redet ER von sich in der Mehrzahl.

„Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh auf der ganzen Erde, auch über alles, was auf Erden kriecht (1Mo 1,26)!“

Eine weitere bekannte Stelle steht in Joh 17,20-23. Auch an dieser Stelle kommt das Wort eins vor. Wie im Hebräischen so steht auch hier im Griechischen für das Wort eins die Zahl aber auch die Einheit. Unter anderem will Jesus hier auch zeigen, dass Gott eine Einheit ist. In Mt 3,16-17 werden die drei Personen der Dreieinigkeit zusammen erwähnt. Jesus steht, der Heilige Geist kommt herab und der Vater spricht.

Gott ist eine Person

Weil Gott eine Person ist hat er auch einen Charakter und eine Moral. Ein moralisches Wesen trägt Verantwortung für Recht und Unrecht. Gott übernimmt diese Verantwortung. Da wir Menschen auch moralische Wesen sind, müssen wir Verantwortung übernehmen. Weil Gott eine moralische Person ist, reagiert er auf alles, was geschieht. Ihm ist nichts gleichgültig, das heisst aber nicht, dass er uns seine Meinung aufzwingt, denn er hat uns Freiheit mit gewissen Grenzen geschenkt (siehe Garten Eden). Weil Gott eine Person ist, haben wir die Möglichkeit, Ihn kennenzulernen. In Joh 17,3 gibt Jesus eine Definition von ewigem Leben: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Das Wort „erkennen“ oder anders übersetzt „kennen“ hat die Bedeutung von eine Person kennen durch eine persönliche Erfahrung. Gott möchte, dass wir persönliche Erfahrungen mit Ihm machen und Ihn auch als Person kennenlernen.

Gott ist Geist

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten (Joh 4,24). Ein Geist ist ewig, er hat kein Fleisch und keine Knochen (d.h. er besteht nicht aus materiellen Dingen) und er hat eine Form und einen Umriss (Joh 5,37 / Phil 2,5-6 / Lk 3,21-22).
In Hesekiel wird beschrieben wie Gott auf dem Thron sitzt als eine Gestalt, die wie ein Mensch anzusehen war (Hes 1,26-27). An anderen Bibelstellen werden Gott verschiedene Körperteile zugeordnet: Hände, Gesicht und Rücken (2Mo 33,20-23), Füsse (2Mo 24,9-10), Haare (Dan 7,9-14).

Bibelstellen:

Joh 5,37 Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir gezeugt. Ihr habt nie weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen;

Phil 2,5-6 Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war, welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein;

Lk 3,21-22 Es begab sich aber, da alles Volk sich taufen liess und auch Jesus getauft wurde und betete, dass sich der Himmel auftat und der heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel erscholl: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen!

Hes 1,26-27 Und über dem Himmelsgewölbe, das über ihren Häuptern war, sah es aus wie ein Saphirstein, wie die Gestalt eines Thrones. Auf dem Gebilde des Thrones aber sass eine Gestalt, anzusehen wie ein Mensch, oben darauf. Ich sah auch wie den Schimmer von Golderz, wie das Aussehen eines Feuers inwendig ringsum; von der Gestalt seiner Lenden nach oben hin und von der Gestalt seiner Lenden nach unten hin sah ich wie die Gestalt des Feuers, und ein Glanz war rings um ihn her.

2Mo 33,20-23 aber mein Angesicht – sprach er – kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht! Doch sprach der HERR: Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, so stelle ich dich in die Felsenkluft und will dich mit meiner Hand solange decken, bis ich vorübergegangen bin. Wenn ich dann meine Hand zurückziehe, so magst du mir hinten nachsehen; aber mein Angesicht soll man nicht sehen!

2Mo 24,9-10 Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf; und sie sahen den Gott Israels; und unter seinen Füssen war ein Boden wie von Saphirsteinen und so klar wie der Himmel selbst.

Dan 7,9-14 Solches sah ich, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Kleid war schneeweiss und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle; sein Thron waren Feuerflammen und seine Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm emsiglich, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm; das Gericht setzte sich, und die Bücher wurden aufgetan. Auch der andern Tiere Gewalt verging; und ihre Lebensdauer ward ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt. Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Menschensohn; der gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Gewalt, Ehre und königliche Würde verliehen, dass ihm alle Völker, Stämme und Zungen dienen sollten; seine Gewalt ist eine ewige Gewalt, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie untergehen.

Gottes Herrlichkeit

Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist (1Jo 1,5). In der Bibel wird oft von Gottes Herrlichkeit berichtet. Die Herrlichkeit ist die Gegenwart Gottes (siehe Hes 1,28 / Hes 10,1-22 / 2Mo 33,7-11/ 2Mo 40,33-35 / 2Chr 5,1-14). Durch das Blut Jesu haben wir das Vorrecht in Seine Gegenwart zu treten. Dies wird uns auch äusserlich verändern. „Alsdann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ (Mt 13,43) Im himmlischen Jerusalem wird Gottes Gegenwart die Stadt erhellen. Es braucht dann keine Sonne, Mond oder Licht (Offb 21,22-23 / Offb 22,3-5).

Bibelstellen:

Hes 1,28
Wie der Bogen aussieht, der an einem Regentag in den Wolken erscheint, also war auch der Glanz ringsum anzusehen. So war das Aussehen der Erscheinung der Herrlichkeit des HERRN. Als ich sie sah, fiel ich auf mein Angesicht und hörte eine Stimme reden.

Hes 10,1-22
Und ich schaute, und siehe, auf dem Firmament, das über dem Haupte der Cherubim war, befand sich etwas wie ein Saphirstein; etwas, das wie ein Throngebilde aussah, erschien über ihnen. Und er redete mit dem Mann, der das leinene Kleid trug, und sagte: Gehe hinein zwischen die Räder unter dem Cherub und fülle deine Hände mit glühenden Kohlen, die zwischen den Cherubim sind, und sprenge sie über die Stadt! Da ging er vor meinen Augen hinein. Und die Cherubim standen auf der rechten Seite des Hauses, als der Mann hineinging; die Wolke aber erfüllte den innern Vorhof. Da erhob sich die Herrlichkeit des HERRN von dem Cherub zu der Schwelle des Hauses hin, also dass der Tempel von der Wolke erfüllt und der Vorhof voll Glanzes der Herrlichkeit des HERRN wurde. Und man hörte das Rauschen der Flügel der Cherubim bis in den äussern Vorhof, gleich der Stimme des allmächtigen Gottes, wenn er redet. Als er nun dem Manne, der das leinene Kleid trug, befahl, Feuer zwischen den Rädern, zwischen den Cherubim, zu holen, da ging dieser hinein und trat neben das Rad. Da streckte ein Cherub seine Hand zwischen die Cherubim, nach dem Feuer, das zwischen den Cherubim war, und nahm davon und gab es dem, der das leinene Kleid trug, in die Hände; der nahm es und ging hinaus. Und es wurde an den Cherubim etwas wie eine Menschenhand unter ihren Flügeln sichtbar. – Und ich schaute, und siehe, da waren vier Räder bei den Cherubim; ein Rad bei dem einen Cherub und das andere Rad bei dem andern Cherub; die Räder aber waren anzusehen wie der Glanz eines Chrysolithsteins. Dem Ansehen nach waren sie alle vier von einerlei Gestalt, als wäre ein Rad mitten in dem andern. Wenn sie gingen, so gingen sie nach ihren vier Seiten; keines wandte sich um, wenn es ging; sondern wohin sich das Haupt wandte, dahin gingen sie, ihm nach, und sie wandten sich nicht um im Gehen. Ihr ganzer Leib und ihr Rücken und ihre Hände und ihre Flügel, auch die Räder waren alle ringsum voller Augen, bei allen vieren. Und ihre Räder, die Räder nannte er vor meinen Ohren «Wirbelwind». Aber jeder einzelne [Cherub] hatte vier Gesichter; das erste war eines Cherubs Gesicht, das zweite eines Menschen Gesicht, das dritte eines Löwen Gesicht und das vierte eines Adlers Gesicht. Und die Cherubim erhoben sich. Es war das lebendige Wesen, welches ich am Flusse Kebar gesehen hatte. Wenn nun die Cherubim gingen, so gingen auch die Räder mit ihnen; und wenn die Cherubim ihre Flügel schwangen, dass sie sich von der Erde emporhoben, so wandten sich auch die Räder nicht von ihrer Seite. Wenn jene stillstanden, so standen auch diese still, wenn jene sich emporhoben, so erhoben sich auch die Räder mit ihnen; denn der Geist des lebendigen Wesens war in ihnen. Und die Herrlichkeit des HERRN ging von der Schwelle des Tempels hinweg und stellte sich über die Cherubim. Da schwangen die Cherubim ihre Flügel und erhoben sich von der Erde bei ihrem Wegzug vor meinen Augen, und die Räder neben ihnen. Aber an der östlichen Pforte des Hauses des HERRN blieben sie stehen, und oben über ihnen war die Herrlichkeit des Gottes Israels. Es war das lebendige Wesen, welches ich am Flusse Kebar unter dem Gott Israels gesehen hatte; und ich merkte, dass es Cherubim waren. Ein Jedes hatte vier Gesichter und ein jedes vier Flügel, und etwas wie Menschenhände war unter ihren Flügeln. Was aber die Gestalt ihrer Gesichter betrifft, so waren es die gleichen Gesichter, welche ich am Flusse Kebar gesehen hatte, ihre Erscheinung und sie selbst. Ein jedes ging gerade vor sich hin.

2Mo 33,7-11
Mose aber nahm die Hütte und schlug sie draussen auf, ferne von dem Lager, und hiess sie eine Hütte der Zusammenkunft. Und wer den HERRN fragen wollte, musste vor das Lager hinaus zur Hütte der Zusammenkunft gehen. Und wenn Mose zu der Hütte hinausging, so stand alles Volk auf, und jedermann blieb stehen unter der Tür seines Zeltes und sah Mose nach, bis er in die Hütte hineinging. Und wenn Mose in die Hütte hineinging, so kam die Wolkensäule herab und stand in der Tür der Hütte, und [der HERR] redete mit Mose. Und wenn alles Volk die Wolkensäule in der Tür stehen sah, so standen sie alle auf und verneigten sich, ein jeder in der Tür seines Zeltes. Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet; und wenn er wieder ins Lager zurückkehrte, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Jüngling, nicht aus der Hütte.

2Mo 40,33-35
Und er richtete den Vorhof auf um die Wohnung und um den Altar her und hängte den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk. Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung. Und Mose konnte nicht in die Stiftshütte gehen, solange die Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfüllte.

2Chr 5,1-14
Also ward alle Arbeit vollendet, die Salomo am Hause des HERRN machte. Und Salomo brachte hinein, was sein Vater David geheiligt hatte, dazu das Silber und das Gold und alle Geräte und legte es in die Schatzkammern des Hauses Gottes. Da versammelte Salomo die Ältesten in Israel und alle Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterhäuser der Kinder Israel, in Jerusalem, um die Lade des Bundes des HERRN heraufzubringen aus der Stadt Davids – das ist Zion. Und alle Männer Israels versammelten sich beim König zum Fest, das heisst im siebenten Monat. Und alle Ältesten Israels kamen; und die Leviten nahmen die Lade und brachten die Lade hinauf, samt der Stiftshütte und allen heiligen Geräten, die in dem Zelte waren. Die Priester und die Leviten brachten sie hinauf. Der König Salomo aber und die ganze Gemeinde Israel, die vor der Lade bei ihm versammelt war, opferten Schafe und Rinder, so viel, dass ihre Menge weder zu zählen noch zu berechnen war. Also brachten die Priester die Bundeslade des HERRN an ihren Ort in den Chor des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim. Denn die Cherubim breiteten beide Flügel aus über den Ort der Lade; und die Cherubim bedeckten die Lade und deren Stangen von oben her. Die Stangen aber waren so lang, dass man die Enden der Stangen von der Lade aus, vor dem Chor sehen konnte, aber von aussen sah man sie nicht. Und sie blieb daselbst bis auf diesen Tag. Es war nichts in der Lade, als die beiden Tafeln, die Mose am Horeb darein getan hatte, als der HERR mit den Kindern Israel einen Bund machte, da sie aus Ägypten zogen. Und als die Priester aus dem Heiligtum herausgingen – denn alle Priester, die vorhanden waren, hatten sich geheiligt, ohne Rücksicht auf die Abteilungen -, und als auch die Leviten, alle Sänger, Asaph, Heman, Jedutun und ihre Söhne und ihre Brüder, in weisse Baumwolle gekleidet, dastanden mit Zimbeln, Psaltern und Harfen östlich vom Altar, und bei ihnen hundertundzwanzig Priester, die auf Trompeten bliesen, – da war es, wie wenn die, welche die Trompeten bliesen und sangen, nur eine Stimme hören liessen, zu loben und zu danken dem HERRN. Und als sie die Stimme erhoben mit Trompeten, Zimbeln und Saitenspiel und mit dem Lobe des HERRN, dass er freundlich ist und seine Güte ewig währt, da ward das Haus des HERRN mit einer Wolke erfüllt, so dass die Priester wegen der Wolke nicht zum Dienste antreten konnten, denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.

Offb 21,22-23
Und einen Tempel sah ich nicht in ihr; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm. Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

Offb 22,3-5
Und nichts Gebanntes wird mehr sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen; und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein. Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichtes eines Leuchters, noch des Sonnenscheines; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Eigenschaften Gottes oder was macht Gott zu Gott

Gott ist ewig. Dies kommt in den folgenden Bibelstellen zum Ausdruck: Ps 90,1-4 / Jes 40,28 / Offb 1,8.

Ps 90,1-4
Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. Herr, du bist unsre Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht! Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Du wandelst den Sterblichen in Staub und sprichst: Kehret zurück, ihr Menschenkinder! Denn tausend Jahre sind vor dir wie der gestrige Tag, der vergangen ist, und wie eine Nachtwache;

Jes 40,28
Weisst du denn nicht, hast du denn nicht gehört? Der ewige Gott, der HERR, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unerschöpflich!

Offb 1,8
Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.

Gott ist allgegenwärtig. Siehe dazu: Ps 139,7-12 / Jer 23,23-24.

Ps 139,7-12
Wo soll ich hingehen vor deinem Geist, wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Führe ich zum Himmel, so bist du da; bettete ich mir im Totenreich, siehe, so bist du auch da! Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äussersten Meer, so würde auch daselbst deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten! Spräche ich: «Finsternis möge mich überfallen und das Licht zur Nacht werden um mich her!», so ist auch die Finsternis nicht finster für dich, und die Nacht leuchtet wie der Tag; Finsternis ist wie das Licht. –

Jer 23,23-24
Bin ich denn nur Gott in der Nähe, spricht der HERR, und nicht auch Gott in der Ferne? Kann sich jemand so heimlich verbergen, dass ich ihn nicht sehe? spricht der HERR. Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde? spricht der HERR.

Gott ist selbstbestehend. Folgende Stellen belegen das: Joh 5,26 / Apg 17,24-25

Joh 5,26
Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, also hat er auch dem Sohne verliehen, das Leben in sich selbst zu haben.

Apg 17,24-25
Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln von Händen gemacht; ihm wird auch nicht von Menschenhänden gedient, als ob er etwas bedürfte, da er ja selbst allen Leben und Odem und alles gibt.

Gott ist unveränderlich. Das sagt: Jak 1,17.

Jak 1,17
Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel.

Gott ist allwissend: 1Jo 3,20 / Ps 147,5 / Spr 3,19-20.

1Jo 3,20
dass, wenn unser Herz uns verdammt, Gott grösser ist als unser Herz und alles weiss.

Ps 147,5
Gross ist unser Herr und reich an Macht; sein Verstand ist unermesslich.

Spr 3,19-20
Der HERR hat die Erde mit Weisheit gegründet und die Himmel mit Verstand befestigt. Durch seine Erkenntnis brachen die Fluten hervor und träufelten die Wolken Tau.

Gott ist heilig: 1Sam 2,2 / Jes 57,15

1Sam 2,2
Es ist niemand heilig wie der HERR, ja, es ist keiner, ausser dir; und es ist kein Fels wie unser Gott!

Jes 57,15
Denn also spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt und dessen Name heilig ist: In der Höhe und im Heiligtum wohne ich und bei dem, welcher eines zerschlagenen und gedemütigten Geistes ist, auf dass ich belebe den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen erquicke.

Gott ist gerecht: Ps 145,17/ Ps 103,6 / Zeph 3,5

Ps 145,17
Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken.

Ps 103,6
Der HERR übt Gerechtigkeit und schafft allen Unterdrückten Recht.

Zeph 3,5
Der HERR ist gerecht in ihrer Mitte; er tut kein Unrecht, jeden Morgen stellt er sein Recht ins Licht, unfehlbar; aber der Verkehrte weiss nichts von Scham!

Gott kann wütend sein (aber niemals als Dauerzustand): Nah 1,3 (Elberfelder) / Ps 103,8-12 / Hes 18,23 + 29-30 + 32

Nah 1,3
Der HERR ist langsam zum Zorn und gross an Kraft. Doch keinesfalls lässt der HERR ungestraft. – Im Sturmwind und im Unwetter ist sein Weg, und Gewölk ist der Staub seiner Füsse.

Ps 103,8-12
Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von grosser Güte. Er wird nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen. Er hat nicht mit uns gehandelt nach unsern Sünden und uns nicht vergolten nach unsrer Missetat; denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so gross ist seine Gnade über die, so ihn fürchten; so fern der Morgen ist vom Abend, hat er unsre Übertretung von uns entfernt.

Hes 18,23
Oder habe ich etwa Gefallen am Tode des Gottlosen, spricht Gott, der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich von seinen Wegen bekehre und lebe?

Hes 18,29-30
Aber das Haus Israel spricht: Der Weg des Herrn ist nicht richtig! Sollten meine Wege nicht richtig sein, Haus Israel? Sind nicht eure Wege unrichtig? Darum will ich einen jeden von euch nach seinen Wegen richten, Haus Israel! spricht Gott, der HERR. Kehret um und lasst ab von allen euren Übertretungen, so wird euch die Missetat nicht zum Fall gereichen!

Hes 18,32
Denn ich habe kein Verlangen nach dem Tode des Sterbenden, spricht Gott, der HERR. So kehret denn um, und ihr sollt leben!

Gott ist barmherzig: Eph 2,4 (reich = Er hat im Überfluss) / Mt 9,35-36 / Mt 9,27-30 / Ps 145,8-9

Eph 2,4
Gott aber, der da reich ist an Erbarmen, hat durch seine grosse Liebe, womit er uns liebte,

Mt 9,35-36
UND Jesus durchzog alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, predigte das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen. Als er aber die Volksscharen sah, jammerten sie ihn, weil sie beraubt und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.

Mt 9,27-30
Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Du Sohn Davids, erbarme dich unser! Als er nun ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus fragte sie: Glaubt ihr, dass ich solches tun kann? Sie sprachen zu ihm: Ja, Herr! Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus drohte ihnen ernstlich und sprach: Sehet zu, dass es niemand erfahre!

Ps 145,8-9
Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von grosser Güte! Der HERR ist gegen alle gütig, und seine Barmherzigkeit erstreckt sich über alle seine Werke.

Die Frucht des Geistes

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit (Gal 5,22-23a).

Wir haben oft gehört, dass wir diese Früchte des Geistes haben sollen. Ein neuer Aspekt aber ist, dass sie auch Charaktereigenschaften von Gott sind. Mit anderen Worten können wir sagen:

Gott ist Liebe (1Jo 4,7-8),
Gott ist Freude (Ps 16,11),
Gott ist Friede (2Thes 3,16),
Gott ist Geduld oder Langmut (Röm 2,4-5),
Gott ist Freundlichkeit (2Kor 10,1),
Gott ist Gütigkeit (1Tim 4,4),
Gott ist Treue (5Mo 7,9),
Gott ist Sanftmut (2Tim 2,25) und Gott ist Enthaltsamkeit.

Gal 5,22-23
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.

1Jo 4,7-8
Geliebte, lasset uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.

Ps 16,11
Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeit in deiner Rechten immerdar.

2Thes 3,16
Er aber, der Herr des Friedens, gebe euch den Frieden immerdar und auf alle Weise! Der Herr sei mit euch allen!

Röm 2,4-5
Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, ohne zu erkennen, dass dich Gottes Güte zur Busse leitet? Aber nach deinem verstockten und unbussfertigen Herzen häufst du dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes,

2Kor 10,1
Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch bei der Sanftmut und Freundlichkeit Christi, der ich unter Augen zwar demütig bin bei euch, abwesend aber mutig gegen euch:

1Tim 4,4
Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung genossen wird;

5Mo 7,9
So erkenne denn, dass der HERR, dein Gott, der Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Güte bis auf tausend Generationen denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten.

2Tim 2,25
und die Widersacher in Sanftmut zurechtweisen (und hoffen), ob ihnen Gott nicht etwa Busse gebe zur Erkenntnis der Wahrheit.

Was soll das Ganze?

Vielleicht fragst Du Dich: Was soll das Ganze? Warum diese Aufzählung über die Charaktereigenschaften Gottes? Warum solche Details über Gott? Es sind berechtigte Fragen und möchte Dir auch die Antwort dazu geben. Eine Wahrheit sagt, dass Wissen oder Erkenntnis nutzlos ist, wenn man sie nicht anwendet. So auch mit den Aussagen der obigen Zeilen. Wichtig ist, dass wir wissen, dass es Gott gibt und wer Er ist. Wenn wir eine Person zum ersten Mal sehen und dann auch kennenlernen braucht es viel Zeit dazu. Das Wissen um diese Person macht uns den Umgang mit dieser Person leichter. Wir wissen wie weit wir gehen können, wo die Stärken und Schwächen sind usw. Gott gibt uns in der Bibel einen Wissensvorsprung. Er offenbart sich uns wie Er ist und was wir von Ihm erwarten können. Lies diese Zeilen nochmals durch und beantworte die folgenden Fragen: Welchen Einfluss haben diese Eigenschaften Gottes in meiner Beziehung zu Ihm? Welchen Einfluss haben diese Eigenschaften in meinem Leben als Christ für mich selbst und für den Mitmenschen?

Teile den Inhalt mit anderen

Gott hat auch ein Wunder für Dich bereit

Wie eine Frau ein Wunder erlebt

Der Ausgangstext für unsere Betrachtung ist im 2. Buch der Könige, Kapitel 4, Vers 1 – 7 aufgeschrieben. Lasst uns diesen Text über ein Wunder zuerst lesen bevor wir uns darüber Gedanken machen.

Und eine Frau unter den Frauen der Prophetensöhne schrie zu Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben; aber du weisst, dass er, dein Knecht, den HERRN fürchtete. Nun kommt der Gläubiger und will sich meine beiden Söhne zu Knechten nehmen! Elisa sprach zu ihr: Was soll ich für dich tun? Sage mir, was hast du im Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause als einen Krug mit Öl! Er sprach: Gehe hin und erbitte dir draussen Gefässe von allen deinen Nachbarinnen, leere Gefässe, und derselben nicht wenige; und gehe hinein und schliesse die Tür hinter dir und deinen Söhnen zu und giesse in alle diese Gefässe; und was voll ist, trage weg! Sie ging von ihm und schloss die Tür hinter sich und ihren Söhnen zu; die brachten ihr die Gefässe, und sie goss ein. Und als die Gefässe voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäss her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäss mehr hier! Da stockte das Öl. Und sie ging hin und sagte es dem Manne Gottes. Er sprach: Gehe hin, verkaufe das Öl und bezahle deine Schuld; du aber und deine Söhne möget von dem Übrigen leben!

Grosses finanzielles Problem

Die Frau in der Geschichte hat ein grosses finanzielles Problem. Das Problem ist so gross, dass der Gläubiger kommt und ihre beiden Söhne wegnehmen will. Wenn wir die Geschichte aber näher betrachten, dann hat die Frau nicht nur ein finanzielles Problem, sondern gleich drei Probleme. Ihr Mann hatte Schulden gemacht und ist dann gestorben. So hat sie ein finanzielles Problem aus der Vergangenheit. Nicht genug damit, nun hat sie auch noch ein aktuelles Problem. Ihr Mann, der Versorger der Familie, ist gestorben und kann nicht mehr für die Familie aufkommen. Nicht genug damit! Es kommt noch der Gläubiger und will ihre beiden Söhne wegnehmen. Zu dieser Zeit waren die Kinder die Altersversorgung der Eltern. Sobald die Eltern ein gewisses Alter erreicht haben, sorgten die Kinder für die Eltern. Und hier haben wir das dritte Problem. Die Frau hat nicht einmal eine finanzielle Zukunft, denn die Altersversorgung sollte ihr weggenommen werden.

Erster Schritt zur Lösung

Schon in Vers 1 lesen wir, dass die Frau zu Elisa schrie. Eigentlich schrie sie zu Gott. Sie war so verzweifelt, dass sie schrie, doch sie tat es im Glauben, denn sie wusste, dass der Gott Israels für Witwen und Waisen sorgte. In ihrer ausweglosen Situation hatte sie das einzig Richtige getan und sich an den lebendigen Gott gewandt. Damit hat sie den ersten Schritt zur Lösung ihres finanziellen Problems getan. Sie hatte sich an Elisa als ein Stellvertreter Gottes auf dieser Erde gewandt.

Tätig werden

Elisa sprach zu ihr: Was soll ich für dich tun? Sage mir, was hast du im Hause?
So fragte Elisa, was er respektive Gott für sie tun konnte. Oft bitten wir Gott, dass er etwas in unserem Leben machen sollte. Einfach irgendetwas. Doch Gott möchte, dass wir uns bewusst sind, was wir eigentlich von Gott erhalten möchten. Darum stellt Elisa auch diese Frage. Auch Jesus stellte solche Fragen. Nach etwas Überlegung erinnert sich die Frau, dass sie noch einen Krug mit Öl im Haus hat. Dies ist dann auch der Ausgangspunkt für Gottes Wunder. Er (Elisa) sprach: Gehe hin und erbitte dir draussen Gefässe von allen deinen Nachbarinnen, leere Gefässe, und derselben nicht wenige; und gehe hinein und schliesse die Tür hinter dir und deinen Söhnen zu und giesse in alle diese Gefässe; und was voll ist, trage weg!

Gottes Wunder wird begrenzt

Die Frau und ihre beiden Söhne sammelten Gefässe aus der ganzen Nachbarschaft. So goss die Frau Öl aus ihrem Krug in das erste Gefäss, in das zweite Gefäss usw. So machte sie es bis zum letzten Gefäss. Eigentlich setzte sie selbst die Begrenzung von Gottes Wunder. Sie hätte vermutlich noch viel mehr Gefässe sammeln und somit auch füllen können. Trotzdem war das Wunder Gottes so gross, dass die Frau ihre Schulden bezahlen konnte. Nicht nur waren ihre Schulden beglichen, sondern sie und ihre Söhne konnten vom Rest leben.

Was ist passiert?

Ich möchte nochmals kurz zusammenfassen wie in dieser Geschichte die Lösung des Problems aussah:

  1. die Frau wandte sich in ihrem Problem im Glauben an Gott.
  2. Gott gibt ihr ein Wort und sie handelt gemäss diesem Wort.
  3. die Frau überlässt Gott etwas, das für sie wertvoll ist.

Wie wir sehen segnete Gott die Frau nicht einfach ein bisschen. Er antwortete auf die Situation mit einem Wunder der Multiplikation. Wir wissen, dass Gott derselbe ist, gestern, heute und in alle Ewigkeit. Was er dieser Frau getan hatte, kann er auch heute für uns tun. Gehen wir mit unserem Problem demütig zu Gott, er wird zu uns reden und wir handeln nach seinem Wort. So können wir Gottes Güte in unserem Leben erfahren.

Was geht die Geschichte Dich an?

Gott ist ein guter Gott und er meint es gut mit Dir. Er möchte Dich segnen, doch er erwartet den gleichen Glauben wie diese Frau in unserer Geschichte. Gott macht keinen Unterschied zwischen Dir und dieser Frau. Wenn Du im Glauben handelst, dann wird Gott darauf reagieren. Ich ermutige Dich, viele solcher Schritte im Glauben zu machen und Du darfst Gott in Deinem Leben erfahren.

Teile den Inhalt mit anderen