Reiche Männer in der Bibel 2 – Abraham

Abraham ist einer der bekanntesten Männer der Bibel. Er wuchs im heutigen Irak auf und Gott sagte zu Abraham (zu dieser Zeit hiess er noch Abram), dass er seine Heimat verlassen solle. Er machte dies und Gott führte ihn und seine Neffe Lot ins Gebiet des heutigen Israels.

Während einer Hungersnot zog Abram nach Ägypten. Als er von dort wieder zurück nach Israel ging können wir in der Bibel folgende Aussage nachlesen:

Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold.
1. Mose 13, 2

Der Herr hatte ihn in Ägypten gesegnet. Abram war so reich, dass ein Zusammenleben mit Lot aus praktischen Gründen nicht mehr möglich war. Das zeigt mir, dass wirklich ein grosser Reichtum an Vieh vorhanden war. So mussten sich Abram und Lot trennen. Abram war so grosszügig, dass er Lot die Wahl gab, wo er sein wollte. Lot nahm das augenscheinlich bessere Gebiet, doch Abram wusste, dass Gott ihn segnen würde, unabhängig wie das Land aussieht.

Nach der Trennung zeigte ihm Gott, welches Gebiet er und seine Nachkommen erhalten sollen. Es war weit mehr als Lot hatte.

Als Lot gefangen genommen wurde, befreite ihn Abram, und er machte auch Beute. Danach können wir dieses kurze Gespräch nachlesen:

Da sprach der König von Sodom zu Abram: Gib mir die Leute, die Güter behalte für dich! Aber Abram sprach zu dem König von Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu dem HERRN, dem höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, dass ich von allem, was dein ist, nicht einen Faden noch einen Schuhriemen nehmen will, damit du nicht sagest, du habest Abram reich gemacht.
1. Mose 14, 21 – 23

Abram wollte auf keinen Fall den Ruf haben, dass ihn ein König oder ein Mensch reich gemacht hat. Anders ausgedrückt, er wollte für seinen Reichtum nur Gott die Ehre geben, denn Er war es alleine, der ihm Reichtum verschaffte. Besteht zwischen dem Glauben von Abram und seinem Reichtum einen Zusammenhang? Ich sage Ja, denn Glauben kann man auch mit Vertrauen übersetzen. Er vertraute Gott. Kurze Zeit nach diesen Begebenheiten bestätigte Gott es:

Nach diesen Geschichten begab sich’s, dass zu Abram das Wort des HERRN kam in einer Offenbarung: Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr grosser Lohn.
1. Mose 15, 1

Gott sagte hier eigentlich: „Fürchte dich nicht, glaube nur! Ich bin alles, was du brauchst.“ Wir haben auch dieses Bedürfnis nach Sicherheit und einem Einkommen, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Gott will Deine Sicherheit und Dein Versorger sein. Fürchte Dich nicht, sondern glaube an Gott.

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Zwei Arten, um reich zu werden

Es gibt tatsächlich zwei Arten, wie man reich werden kann. In der Bibel finden wir diese beiden Arten aufgeführt. Dabei ist zu beachten, dass es nicht ähnliche Ansätze sind, sondern zwei komplett verschiedene. Viele Christen haben ein Problem mit Reichtum oder mit Reichwerden. Auch ich war davor nicht verschont. In der Zwischenzeit sehe ich die Dinge aber klarer.

Einerseits haben Christen Probleme mit Reichtum, weil sie Aussagen der Bibel aus dem Zusammenhang reissen. Andererseits demonstriert uns die Welt, wie man reich wird. Meistens bekommen wir von einem reichen Menschen das Bild, dass er egoistisch und gierig ist. Klar kann ich mich damit auch nicht anfreunden, denn dies widerspricht dem christlichen Verhaltenskodex. Schliesslich soll man ja selbstlos und ohne Gier sein. Gerade Christen, die ein Armuts-Evangelium verkünden, geben vor, dass sie selbstlos sind. In der Tat sagen sie sich aber, dass sie nur sehr wenig Geld brauchen, um zu leben. Darum wollen sie auch nicht viel verdienen, denn es reicht ja für sie. Wer mit seinem kärglichen Einkommen nur für sich schaut, nenne ich einen Egoisten.

Doch gerade Gott will uns reichlich Dinge geben, damit wir auch anderen geben können:

Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; wie geschrieben steht (Psalm 112,9): »Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.«
2. Kor. 9, 8-9

In dieser Bibelstelle geht es nicht um geistliche Dinge, sondern um materielle Dinge. Darin sollen wir mehr als genug haben. Dies ist was der Ausdruck „volle Genüge“ meint.

Wie sehen nun die zwei Arten des Reichwerdens aus?

1. Durch eigene Anstrengung

Meistens sehen wir mit unseren Augen diese Art, um reich zu werden, weil die andere Art nur gerade von wenigen Christen gelebt wird. Es gibt Leute, die mit viel Aufwand zu Reichtum kommen. Andere versuchen es mit Tricks und auf Biegen und Brechen. Die Bibel nennt diesen Weg, den von Menschen, die losgelöst von Gott leben:

Siehe, das sind die Gottlosen; die sind glücklich in der Welt und werden reich.
Psalm 73, 12

2. Der Segen des Herrn

Auch der Segen des Herr macht reich. Der Segen Gottes kann nur in vollem Masse eintreten, wenn ein Mensch sein Leben Gott zur Verfügung stellt und nach dem Willen Gottes lebt. Die Bibel ist voll davon, wie der Segen Gottes in das Leben eines Menschen kommen kann und wie er sich manifestiert. Den Segen zu empfangen ist auch ein Akt der Demut. Wie oft weisen wir den Segen ab, obwohl uns Gott segnen möchte.

Der Segen des HERRN allein macht reich, und nichts tut eigene Mühe hinzu.
Sprüche 10, 22

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Reiche Männer in der Bibel 1 – Hiob

Meinen ersten Beitrag über reiche Männer in der Bibel möchte ich Hiob widmen. Das ist der Mann, dem es so dreckig ging. Ihm wurde alles genommen, was er besass. Fast wollte ich schreiben, dass Gott es ihm weggenommen hat, doch das stimmt überhaupt nicht. Die Tradition behauptet immer wieder, dass Gott ihm alles weggenommen hat. Dies alleine auf der Aussage von Hiob:

Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen; der Name des Herrn sei gelobt!
Hiob 1, 21

Hiob meinte es mit dieser Aussage aufrichtig, doch er wusste nicht, was sich hinter den Kulissen abspielte. Satan wollte ihm alles wegnehmen. Wenn er die Erlaubnis gehabt hätte, dann hätte er sogar Hiob umgebracht.

Doch wer war dieser Hiob?

Es war Mann im Lande Uz, sein Name war Hiob; und selbiger Mann war vollkommen {oder unsträflich, untadelig} und rechtschaffen und gottesfürchtig und das Böse meidend. Und es wurden ihm sieben Söhne und drei Töchter geboren. Und sein Besitztum bestand in siebentausend Schafen und dreitausend Kamelen und fünfhundert Joch Rindern und fünfhundert Eselinnen, und in sehr vielem Gesinde. Und selbiger Mann war grösser als alle Söhne des Ostens.
Hiob 1, 1 – 3

Mit anderen Worten kann man sagen, dass Hiob zu seiner Zeit der reichste Mann im Orient war. Zu jener Zeit war der Viehbestand der Ausdruck des Reichtums. Warum war Hiob so reich? Die Antwort liegt in der Beziehung zu Gott. Weil er gottesfürchtig war, hat ihn Gott gesegnet.

Satan war der Meinung, dass alleine der materielle Besitz der Grund für die gute Beziehung von Hiob zu Gott war. Darum hatte Satan auch das Vieh, die Knechte und die Kinder umgebracht. Trotz dieser bitteren Erfahrung erschütterte es Hiobs Beziehung zu Gott nicht.

Seine Freunde gaben ihm gut gemeinte Ratschläge, aber sie lagen daneben. Am Schluss musste Gott zu Hiob reden und die Sache richtig stellen. Dieser kam zu folgender Einsicht:

Ich weiss, dass du alles vermagst, und kein Vorhaben dir verwehrt werden kann. Wer ist es, der den Rat verhüllt ohne Erkenntnis? So habe ich denn beurteilt, was ich nicht verstand, Dinge, zu wunderbar für mich, die ich nicht kannte. Höre doch, und ich will reden; ich will dich fragen, und du belehre mich! Mit dem Gehör des Ohres hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche.
Hiob 42, 2 – 6

Mit dieser Aussage widerrief Hiob auch das Zitat aus Hiob 1, 21. Gelehrte gehen davon aus, dass die ganze Tragödie nur wenige Monate dauerte. Die Krönung kam am Schluss:

Und Jehova wendete die Gefangenschaft Hiobs, als er für seine Freunde betete; und Jehova mehrte alles, was Hiob gehabt hatte, um das Doppelte. Und es kamen zu ihm alle seine Brüder und alle seine Schwestern und alle seine früheren Bekannten; und sie assen mit ihm in seinem Hause, und sie bezeugten ihm ihr Beileid und trösteten ihn über all das Unglück, welches Jehova über ihn gebracht hatte (Anmerkung: damit ist nicht Gott als Verursacher gemeint); und sie gaben ihm ein jeder eine Kesita, {ein gewisses Gewicht an Gold oder Silber, welches dem Empfänger als Geld dargewogen wurde} und ein jeder einen goldenen Ring. Und Jehova segnete das Ende Hiobs mehr als seinen Anfang; und er bekam vierzehntausend Stück Kleinvieh und sechstausend Kamele und tausend Joch Rinder und tausend Eselinnen. Und es wurden ihm sieben Söhne und drei Töchter geboren.
Hiob 42, 10 – 13

Hiob bekam das Doppelte von Gott zurückerstattet. Somit war er noch viel reicher als vorher. Diese Geschichte zeigt, dass Gott nichts gegen Reichtum hat. Reichtum wird nur zum Problem, wenn er zwischen dem Menschen und Gott steht. Hiob hatte sein Herz nicht an den Reichtum gehängt, sondern seine Hingabe galt Gott.

Die Serie über reiche Männer in der Bibel geht mit Abraham weiter.

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